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Essays auf Englisch

Ralph Waldo Emerson
OriginalC2Jahr1841GenrePhilosophieStimmungAufbauendIdentitätFreiheitHörbuch

Eine Sammlung philosophischer Essays aus dem Amerika des 19. Jahrhunderts, die dafür plädiert, dem eigenen Urteil mehr zu vertrauen als gesellschaftlichen Konventionen.

Das Werk gliedert sich traditionell in zwei Folgen („First Series“ von 1841 und „Second Series“ von 1844), die zusammen rund zwanzig eigenständige Aufsätze umfassen. Jeder Text widmet sich einem großen Begriff wie Geschichte, Selbstvertrauen, Liebe oder Erfahrung und beleuchtet ihn aus wechselnden Blickwinkeln. Emerson baut keine streng logischen Beweisketten auf, sondern arbeitet wie ein Redner: Satz für Satz stellt er starke Behauptungen auf, springt zwischen Bildern aus der Natur und Bezügen zur Antike und überlässt es dir, die Verbindungen zu ziehen. Die Sprache ist dicht, bildhaft und im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten.

Gefällt dir, wenn
  • du liest gern Sachtexte, Philosophie und gedankliche Experimente statt Romanhandlungen
  • du suchst prägnante Sätze, über die man länger nachdenken kann
  • dich interessiert, woher das amerikanische Ideal des Individualismus stammt
  • du willst dein Englisch an anspruchsvoller argumentativer Prosa auf C2-Niveau messen
Eher nichts für dich, wenn
  • du erwartest eine Geschichte mit Figuren, Dialogen oder einem Spannungsbogen
  • dich ermüden Texte, die ein Thema seitenlang umkreisen, ohne ein klares Fazit zu ziehen
  • dir liegen altertümliche Satzbauten und abstrakte Begriffe aus dem 19. Jahrhundert nicht
  • du suchst ein Buch zum entspannten Durchlesen am Abend

Was für ein Buch „Essays“ ist


Versionen von „Essays“ auf Englisch: C2

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NiveauA1–A2B1–B2C1–C2ohne Niveauverschiedene WörterWörter pro SatzSeitenHörbuch
C2A1–A277 %B1–B215 %C1–C20 %ohne Niveau 8 % verschiedene Wörter 10.300Wörter pro Satz 21,6Seiten479HörbuchOriginal
OriginalC2A1–A277 %B1–B215 %C1–C20 %ohne Niveau 8 %verschiedene Wörter 10.300pro Satz 21,6479Seiten16Stunden

Wortschatz nach Niveau

  • A1 61%
  • A2 16%
  • B1 9%
  • B2 6%
  • nicht im Wörterbuch 4%

Leseprobe aus „Essays“ auf Englisch

Eine Textstelle – so, wie jede Version sie schreibt.

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Original · C2244 Wörter

There is one mind common to all individual men. Every man is an inlet to the same and to all of the same. He that is once admitted to the right of reason is made a freeman of the whole estate. What Plato has thought, he may think; what a saint has felt, he may feel; what at any time has befallen any man, he can understand. Who hath access to this universal mind is a party to all that is or can be done, for this is the only and sovereign agent.

Of the works of this mind history is the record. Its genius is illustrated by the entire series of days. Man is explicable by nothing less than all his history. Without hurry, without rest, the human spirit goes forth from the beginning to embody every faculty, every thought, every emotion, which belongs to it, in appropriate events. But the thought is always prior to the fact; all the facts of history preexist in the mind as laws. Each law in turn is made by circumstances predominant, and the limits of nature give power to but one at a time. A man is the whole encyclopaedia of facts. The creation of a thousand forests is in one acorn, and Egypt, Greece, Rome, Gaul, Britain, America, lie folded already in the first man. Epoch after epoch, camp, kingdom, empire, republic, democracy, are merely the application of his manifold spirit to the manifold world.

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Die Originalsprache von „Essays“ und was sie dir bringt

Wie schwer die Sprache ist C2

Unser Messwert stuft den Originaltext auf C2 ein – das obere Ende der Skala, vergleichbar mit anspruchsvoller akademischer Prosa. Mit durchschnittlich 21,6 Wörtern pro Satz sind die Sätze lang und oft mehrfach verschachtelt. Zwar stammen 77 % der Wörter aus dem Grundwortschatz (61 % A1, 16 % A2), doch bei insgesamt 131.675 Wörtern triffst du auf 11.503 verschiedene Wortformen. Zudem liegen 7 % des Vokabulars jenseits der 5.000 häufigsten Wörter und 4 % außerhalb des Standardwörterbuchs – darunter veraltete Ausdrücke des 19. Jahrhunderts, Eigennamen und ungewohnte Wortbildungen.

Was das praktisch heißt: Nur im Original auf C2 verfügbar: ein dichter Prüfstein für sehr fortgeschrittene Leser.

Worauf du dich einstellen solltest

Englisch um 1840. Der Text nutzt den gehobenen Wortschatz und die Rechtschreibung der Mitte des 19. Jahrhunderts, inklusive gelegentlicher archaischer Formen.
Rhetorische Satzbauten. Viele Sätze sind wie gesprochene Vorträge gebaut, mit langen Aufzählungen, Einschüben und abrupten Richtungswechseln.
Eingestreute Verse. Zwischen der Prosa stehen immer wieder kurze Gedichte und Zitate, die der üblichen Satzgrammatik nicht folgen.

Wie du es liest und nicht aufhörst

  • Vorsicht bei False Friends in philosophischen Texten: „sensible“ heißt hier vernünftig oder spürbar (nicht sensibel), „eventually“ bedeutet letztlich (nicht eventuell), und „actual“ meint tatsächlich (nicht aktuell).
  • Lass dich von der Satzstellung nicht verwirren: Emerson stellt Satzglieder aus rhetorischen Gründen oft um, obwohl das Englische im Kern strikter an Subjekt-Verb-Objekt gebunden ist als das Deutsche mit seiner Verbzweitstellung.
  • Abstrakte Substantive stehen im Englischen oft ganz ohne Artikel („Nature“, „Society“, „Man“) und sind im Satz schwerer auf einen Blick als Nomen zu erkennen, weil die deutsche Großschreibung fehlt.
  • Achte genau auf Präpositionen wie „of“, „by“, „in“ und „upon“: In langen Sätzen tragen sie die ganze logische Beziehung zwischen zwei abstrakten Gedanken.

Inhalt von „Essays“ · 48 Kapitel

  1. Kapitel 1Seite 1
  2. Kapitel 2Seite 15
  3. Kapitel 3Seite 29
  4. Kapitel 4Seite 30
  5. Kapitel 5Seite 45
  6. Kapitel 6Seite 58
Alle 48 Kapitel
  1. Kapitel 7Seite 67
  2. Kapitel 8Seite 81
  3. Kapitel 9Seite 95
  4. Kapitel 10Seite 108
  5. Kapitel 11Seite 122
  6. Kapitel 12Seite 123
  7. Kapitel 13Seite 138
  8. Kapitel 14Seite 139
  9. Kapitel 15Seite 153
  10. Kapitel 16Seite 161
  11. Kapitel 17Seite 175
  12. Kapitel 18Seite 177
  13. Kapitel 19Seite 191
  14. Kapitel 20Seite 194
  15. Kapitel 21Seite 209
  16. Kapitel 22Seite 219
  17. Kapitel 23Seite 233
  18. Kapitel 24Seite 236
  19. Kapitel 25Seite 250
  20. Kapitel 26Seite 254
  21. Kapitel 27Seite 267
  22. Kapitel 28Seite 269
  23. Kapitel 29Seite 282
  24. Kapitel 30Seite 296
  25. Kapitel 31Seite 301
  26. Kapitel 32Seite 315
  27. Kapitel 33Seite 328
  28. Kapitel 34Seite 334
  29. Kapitel 35Seite 348
  30. Kapitel 36Seite 356
  31. Kapitel 37Seite 370
  32. Kapitel 38Seite 385
  33. Kapitel 39Seite 385
  34. Kapitel 40Seite 391
  35. Kapitel 41Seite 403
  36. Kapitel 42Seite 413
  37. Kapitel 43Seite 427
  38. Kapitel 44Seite 432
  39. Kapitel 45Seite 446
  40. Kapitel 46Seite 451
  41. Kapitel 47Seite 465
  42. Kapitel 48Seite 479

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Die Geschichte hinter „Essays“

  1. Veröffentlichung von Essays: First Series

    Die erste Sammlung von zwölf Essays, darunter „Selbstvertrauen“, „Ausgleichung“, „Die Überseele“ und „Kreise“, erschien 1841 in Boston.

  2. Englische Ausgabe durch Carlyle

    Emersons Freund Thomas Carlyle half noch im selben Jahr bei der Herausgabe einer Londoner Ausgabe, was Emerson eine britische Leserschaft verschaffte.

  3. Essays: Second Series

    Ein zweiter Band folgte 1844 mit Essays wie „Der Dichter“ und „Erfahrung“, und die beiden Bände werden heute oft als ein zusammengehöriges Werk gelesen.

  4. Nietzsche und spätere Leser

    Nietzsche las Emerson als junger Mann und kehrte sein ganzes Leben lang zu ihm zurück – ein Beispiel für die Reichweite der Essays im europäischen Denken.


In der Kultur „Essays“

6 Adaptionen und Erwähnungen, 1841–1841

  1. In der Sprache „Eine törichte Konsequenz ist das Schreckgespenst kleiner Geister“

    Der Satz aus „Selbstvertrauen“ wird zitiert, um einen Meinungswechsel zu verteidigen, meist jedoch ohne den Zusatz „törichte“.

  2. In der Sprache „Vertraue dir selbst“

    Emersons Aufruf, dem eigenen Urteil zu vertrauen, machte „Self-Reliance“ (Selbstvertrauen) zu einem Schlüsselbegriff der amerikanischen Vorstellungen von Individualismus.

  3. In der Sprache „Eine Institution ist der verlängerte Schatten eines einzigen Menschen“

    Der Satz wird für den Gedanken zitiert, dass Organisationen den Charakter ihrer Gründer annehmen.

  4. In der Sprache „Wer ein Mensch sein will, muss ein Nonkonformist sein“

    Der Satz aus „Selbstvertrauen“ dient häufig als Motto für die Zurückweisung gesellschaftlichen Drucks.

  5. In der Sprache „Um jeden Kreis lässt sich ein weiterer ziehen“

    Die Zeile aus „Kreise“ wird für die Idee angeführt, dass jede Grenze vorläufig ist und überwunden werden kann.

  6. Musik Ives’ Concord-Sonate

    Die in den 1910er Jahren vollendete Klaviersonate von Charles Ives über die Denker aus Concord widmet ihren ersten Satz Emerson.


Fragen und Antworten zu „Essays“ auf Englisch

Mit welchem Essay von Emerson sollte man anfangen?

Am besten beginnst du mit „Self-Reliance“, dem bekanntesten Text der Sammlung. Dort findest du Emersons Kerngedanken zum Vertrauen in die eigene innere Stimme am klarsten formuliert. Danach bieten sich „Nature“, „Friendship“ oder „The Over-Soul“ an, je nachdem, welches Thema dich mehr anspricht.

Muss man die Essays in der richtigen Reihenfolge lesen?

Nein, jeder Aufsatz steht für sich und kann einzeln gelesen werden. Es gibt keine fortlaufende Handlung, die von einem Text zum nächsten führt. Viele Leser picken sich zuerst die berühmten Titel heraus und lassen andere weg.

Worum geht es in Self-Reliance eigentlich?

Der Text fordert dazu auf, den eigenen Impulsen und Überzeugungen mehr zu trauen als der Meinung der Gesellschaft. Emerson argumentiert, dass blinder Anpassungsdruck und das Festhalten an alten Gewohnheiten das eigene Denken abstumpfen. Statt sich für Widersprüche zu rechtfertigen, solle man jeden Tag ehrlich aussprechen, was man gerade für wahr hält.

Ist Emersons Philosophie nicht einfach purer Egoismus?

Nein, Emerson meint mit Selbstvertrauen keine rücksichtslose Durchsetzung eigener Vorteile auf Kosten anderer. Für ihn ist das Innere jedes Menschen mit einer größeren, allgemeinen Vernunft oder Natur verbunden. Wer ehrlich auf sich selbst hört, handelt aus Emersons Sicht daher automatisch im Einklang mit dem Ganzen.

Was ist der Unterschied zwischen Emerson und Thoreau?

Emerson war der Ideengeber und Mentor, während Henry David Thoreau diese Ideen im Alltag praktisch ausprobierte. Während Emerson in seinen Essays eher abstrakt und aus der Vogelperspektive über Natur und Unabhängigkeit schreibt, berichtet Thoreau in „Walden“ ganz konkret vom Leben in einer selbstgebauten Hütte am Waldsee. Wenn dir Emerson zu theoretisch ist, liegt dir Thoreau oft mehr.

Warum sind Emersons Texte oft so schwer zu verstehen?

Das liegt daran, dass Emerson nicht geradlinig von Punkt A nach Punkt B argumentiert. Er reiht seine Gedanken wie einzelne Geistesblitze aneinander und wechselt mitten im Absatz das Bild. Man muss die Texte eher langsam und absatzweise lesen, statt nach einem strengen roten Faden zu suchen.

Stammt das Zitat über die Reise und das Ziel wirklich von Emerson?

Nein, der berühmte Spruch „Life is a journey, not a destination“ steht so in keinem seiner Bücher. Er wird ihm im Internet zwar ständig zugeschrieben, geht aber auf spätere Zusammenfassungen anderer Autoren im 20. Jahrhundert zurück. In seinem Essay „Experience“ schreibt Emerson allerdings durchaus darüber, dass das Leben aus Bewegung und Übergängen besteht.

Aus welchem Essay stammt der Satz über die törichte Konsequenz?

Der Satz „A foolish consistency is the hobgoblin of little minds“ stammt direkt aus dem Essay „Self-Reliance“. Emerson erklärt an dieser Stelle, warum man keine Angst haben sollte, seine Meinung von gestern heute zu ändern. Wer nur aus Stolz an alten Aussagen festhält, blockiert laut ihm die eigene geistige Entwicklung.

Warum wird Emerson an amerikanischen Schulen so oft gelesen?

Er gilt als Schlüsselfigur des amerikanischen Transzendentalismus und als einer der Begründer einer eigenständigen US-Literatur. Seine Ideen über Selbstständigkeit, Demokratie und Natur haben das kulturelle Selbstverständnis der USA stark geprägt. Außerdem beeinflusste er spätere Autoren wie Walt Whitman und in Europa sogar Friedrich Nietzsche.

Lohnt sich das Buch auch, wenn man mit Religion nichts anfangen kann?

Ja, denn Emerson nutzt Wörter wie „Gott“ oder „Seele“ meist abseits von kirchlichen Dogmen. Er hatte sein Amt als Pfarrer selbst niedergelegt, weil ihm die festen Rituale zu eng waren. Seine religiös klingenden Begriffe stehen oft für die Natur, das eigene Gewissen oder das Bewusstsein im Allgemeinen.


Steckbrief zu „Essays“

17 Angaben zu Ausgabedaten und gemessenen Textmerkmalen. Alles nachprüfbar.

Originaltitel
Essays
Autor
Ralph Waldo Emerson
Ersterscheinung
1841
Originalsprache
Englisch
Genre
Philosophie · Essays
Stimmung
Aufbauend
Themen
Identität · Freiheit · Gesellschaft · Natur
Schauplatz
Neuengland, USA (Gedankenwelt ohne feste Schauplätze) · Mitte des 19. Jahrhunderts (erschienen 1841 und 1844)
Verschiedene Wörter
11.503
Wörter pro Satz
22 Wörter
Niveau des Originals
C2
Versionen
C2
Umfang des Originals
48 Kap. · 131.675 Wörter
Lesezeit
~12 Std. 10 Min.
Textquelle
Standard Ebooks
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