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Eine Geschichte aus zwei Städten auf Englisch

A Tale of Two CitiesCharles Dickensi
OriginalC2SpracheBritisches Englisch · hochviktorianisch · 1859GenreKlassikerStimmungSpannendOpferErlösungHörbuch

Ein französischer Adliger im Londoner Exil und ein desillusionierter englischer Anwalt, die wie Doppelgänger aussehen, lieben dieselbe Frau – bis die Französische Revolution sie alle nach Paris reißt.

Das Buch teilt sich in drei ungleiche Bücher und wechselt ständig zwischen dem ruhigen Zufluchtsort London und dem brodelnden Paris. In der ersten Hälfte baut Dickens das Netz aus Figuren und alten Familiengeheimnissen bedächtig auf, während die zweite Hälfte im revolutionären Frankreich deutlich schneller und dramatischer voranschreitet. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen von Dickens steht hier der straffe Plot stärker im Vordergrund als das bloße Ausmalen skurriler Nebenfiguren. Die Sprache ist geprägt vom literarischen britischen Englisch der Mitte des 19. Jahrhunderts: lange, rhetorisch gebaute Sätze mit Wiederholungen, starken Kontrasten und einer formellen Anrede.

Gefällt dir, wenn
  • du historische Stoffe magst, bei denen Politik direkt ins Privatleben eingreift
  • du eine eng verzahnte Handlung suchst, in der frühe Details später wichtig werden
  • du für deinen Einstieg in Dickens ein Buch mit relativ wenig englischem Dialekt suchst
  • du die dramatische Zuspitzung im zweiten Teil zu schätzen weißt
Eher nichts für dich, wenn
  • das erste Drittel in London sich Zeit lässt und viele Figuren erst langsam zusammenführt
  • einige der Hauptfiguren wie Lucie und Darnay eher als moralische Ideale gezeichnet sind
  • der Ton insgesamt ernster und schwerer ist als in anderen Werken von Dickens
  • du für die langen rhetorischen Satzbögen des Originaltextes Ausdauer mitbringen musst

Was für ein Buch „Eine Geschichte aus zwei Städten“ ist


Versionen von „Eine Geschichte aus zwei Städten“ auf Englisch: B1

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NiveauA1–A2B1–B2C1–C2ohne Niveauverschiedene WörterWörter pro SatzSeitenHörbuch
C2A1–A279 %B1–B214 %C1–C20 %ohne Niveau 7 % verschiedene Wörter 8.630Wörter pro Satz 18,1Seiten495HörbuchOriginal · Text des Autors · hochviktorianisches Englisch
B2.9A1–A284 %B1–B213 %C1–C20 %ohne Niveau 3 % verschiedene Wörter 5.080Wörter pro Satz 12,3Seiten504HörbuchAngepasst · Modernes Englisch · britische Schreibweise
B1.8A1–A287 %B1–B211 %C1–C20 %ohne Niveau 1 % verschiedene Wörter 3.470Wörter pro Satz 7,9Seiten492HörbuchAngepasst · Modernes Englisch · britische Schreibweise
Original · Text des Autors · hochviktorianisches EnglischC2A1–A279 %B1–B214 %C1–C20 %ohne Niveau 7 %verschiedene Wörter 8.630pro Satz 18,1495Seiten18Stunden
Angepasst · Modernes Englisch · britische SchreibweiseB2.9A1–A284 %B1–B213 %C1–C20 %ohne Niveau 3 %verschiedene Wörter 5.080pro Satz 12,3504Seiten20Stunden
Angepasst · Modernes Englisch · britische SchreibweiseB1.8A1–A287 %B1–B211 %C1–C20 %ohne Niveau 1 %verschiedene Wörter 3.470pro Satz 7,9492Seiten22Stunden
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Die Nachkommastelle zeigt, wo das Buch innerhalb des Niveaus liegt: B2.0 ist der Anfang von B2, B2.9 ist fast C1

Wortschatz nach Niveau

  • A1 71%
  • A2 16%
  • B1 7%
  • B2 4%

Über diese Ausgabe B1.8

This edition is at level B1.8 for independent readers. You can follow a long story in clear English. The full story is kept in this edition. Every event and character stays the same. Every line of dialogue stays the same. Average sentence length is now 7.9 words against 18.3 in the original. Hard words at B2 and above fall from 8.8 percent to 1.3 percent. 207 rare words are explained in round brackets at first use. Reading time is about nineteen hours. NewGen Books adapted this edition with the help of AI.

About the level

This edition is B1.8 on the NewGen Books scale (version 1.2) and the original C2; both are measured from the text itself. On the Flesch–Kincaid formula's US school scale the edition reads at grade 2 and the original at grade 8. In the CEFR's words, a B1 reader “can follow the plot of stories, simple novels and comics with a clear linear storyline and high frequency everyday language, given regular use of a dictionary.”

Bearbeitung 0.3.3 · 23. Okt. 2026


Leseprobe aus „Eine Geschichte aus zwei Städten“ auf Englisch

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Original · C2185 Wörter

It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness, it was the spring of hope, it was the winter of despair, we had everything before us, we had nothing before us, we were all going direct to Heaven, we were all going direct the other way—in short, the period was so far like the present period, that some of its noisiest authorities insisted on its being received, for good or for evil, in the superlative degree of comparison only.

There were a king with a large jaw and a queen with a plain face, on the throne of England; there were a king with a large jaw and a queen with a fair face, on the throne of France. In both countries it was clearer than crystal to the lords of the State preserves of loaves and fishes, that things in general were settled forever.

B1.8204 Wörter

It was the best of times, and it was the worst of times. It was the age of wisdom, and it was the age of foolishness (stupid thinking and acts). It was the time of belief, and it was the time of doubt. It was the season of Light, and it was the season of Darkness. It was the spring of hope, and it was the winter of despair. We had everything before us, and we had nothing before us. We were all going straight to Heaven. We were all going straight the other way. In short, the time was very like our own time. Some of its loudest voices spoke about it in only one way. They said that it was either the very best or the very worst.

England had a king with a large jaw (the lower part of the face) and a queen with a plain face. France had a king with a large jaw and a queen with a pretty face. Both pairs sat on their kings’ chairs. In both countries, the great lords kept all the rich food and pay of the State for themselves. To those lords, one thing was clearer than glass. Nothing would ever change.

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Die Originalsprache von „Eine Geschichte aus zwei Städten“ und was sie dir bringt

Wie schwer die Sprache ist C2

Im Original liegt das Buch auf Niveau C2, da bislang noch keine vereinfachten Stufen vorliegen. Zwar machen Wörter aus dem Grundwortschatz (A1 und A2) zusammen fast vier Fünftel des Textes aus, doch die hohe Hürde entsteht durch die 9.761 verschiedenen Wortformen, die 5 % seltenen Vokabeln jenseits der häufigsten 5.000 Wörter und die 4 % Ausdrücke außerhalb des Standardwörterbuchs. Der durchschnittliche Satz hat 18,1 Wörter, aber dieser Mittelwert täuscht leicht darüber hinweg, dass kurze Dialogzeilen sich mit sehr langen, verschachtelten Beschreibungen abwechseln.

Was das praktisch heißt: Im Original ein anspruchsvoller C2-Klassiker für sehr sichere Leser, der durch seine langen Satzbauten fordert, aber ohne schweren geschriebenen Dialekt auskommt.

Worauf du dich einstellen solltest

Viktorianische Rhetorik. Das britische Englisch von 1859 arbeitet stark mit Parallelismen, langen Aufzählungen und formellen Höflichkeitsfloskeln.
Kaum geschriebener Dialekt. Anders als in vielen anderen Dickens-Romanen gibt es hier keine stark verfremdeten Dialektschreibungen und keine Verspassagen.
Leichte Archaismen. Der Text nutzt gelegentlich veraltete Wendungen sowie einzelne französische Begriffe und wörtlich ins Englische übersetzte französische Satzmuster in den Pariser Szenen.

Wie du es liest und nicht aufhörst

  • Lass dich von den langen Sätzen nicht ausbremsen: Da das Englische auch in Nebensätzen bei der Reihenfolge Subjekt-Verb-Objekt bleibt, musst du anders als im Deutschen nicht bis zum Satzende auf das Verb warten.
  • Achte auf klassische False Friends im viktorianischen Kontext: 'sensible' heißt hier vernünftig oder spürbar (nicht sensibel), 'eventually' bedeutet schließlich (nicht eventuell) und 'become' heißt werden (nicht bekommen).
  • Gewöhne dich daran, dass im Englischen nur Satzanfänge und Eigennamen großgeschrieben werden – gerade bei abstrakten Nomen, die Dickens manchmal fast wie Personen behandelt, hilft der Kontext beim Erkennen der Wortart.

Inhalt von „Eine Geschichte aus zwei Städten“ · 46 Kapitel

  1. PrefaceSeite 1
  2. I: The PeriodSeite 1
  3. II: The MailSeite 5
  4. III: The Night ShadowsSeite 13
  5. IV: The PreparationSeite 18
  6. IV: The Preparation (Fortsetzung)Seite 26
Alle 46 Kapitel
  1. V: The Wine-ShopSeite 34
  2. V: The Wine-Shop (Fortsetzung)Seite 41
  3. VI: The ShoemakerSeite 48
  4. VI: The Shoemaker (Fortsetzung)Seite 55
  5. I: Five Years LaterSeite 63
  6. II: A SightSeite 72
  7. III: A DisappointmentSeite 80
  8. III: A Disappointment (Fortsetzung)Seite 89
  9. IV: CongratulatorySeite 98
  10. V: The JackalSeite 106
  11. VI: Hundreds of PeopleSeite 113
  12. VI: Hundreds of People (Fortsetzung)Seite 122
  13. VII: Monseigneur in TownSeite 129
  14. VIII: Monseigneur in the CountrySeite 141
  15. IX: The Gorgon’s HeadSeite 148
  16. IX: The Gorgon’s Head (Fortsetzung)Seite 155
  17. X: Two PromisesSeite 163
  18. XI: A Companion PictureSeite 174
  19. XII: The Fellow of DelicacySeite 179
  20. XIII: The Fellow of No DelicacySeite 188
  21. XIV: The Honest TradesmanSeite 194
  22. XIV: The Honest Tradesman (Fortsetzung)Seite 201
  23. XV: KnittingSeite 208
  24. XV: Knitting (Fortsetzung)Seite 216
  25. XVI: Still KnittingSeite 224
  26. XVI: Still Knitting (Fortsetzung)Seite 231
  27. XVII: One NightSeite 238
  28. XVIII: Nine DaysSeite 245
  29. XIX: An OpinionSeite 253
  30. XX: A PleaSeite 263
  31. XXI: Echoing FootstepsSeite 268
  32. XXI: Echoing Footsteps (Fortsetzung)Seite 274
  33. XXII: The Sea Still RisesSeite 284
  34. XXIII: Fire RisesSeite 292
  35. XXIV: Drawn to the Loadstone RockSeite 301
  36. XXIV: Drawn to the Loadstone Rock (Fortsetzung)Seite 309
  37. I: In SecretSeite 317
  38. I: In Secret (Fortsetzung)Seite 324
  39. II: The GrindstoneSeite 332
  40. III: The ShadowSeite 341
  41. IV: Calm in StormSeite 347
  42. V: The Wood-SawyerSeite 355
  43. VI: TriumphSeite 364
  44. VII: A Knock at the DoorSeite 373
  45. VIII: A Hand at CardsSeite 379
  46. VIII: A Hand at Cards (Fortsetzung)Seite 388
  47. IX: The Game MadeSeite 396
  48. IX: The Game Made (Fortsetzung)Seite 404
  49. X: The Substance of the ShadowSeite 413
  50. X: The Substance of the Shadow (Fortsetzung)Seite 425
  51. XI: DuskSeite 434
  52. XII: DarknessSeite 439
  53. XIII: Fifty-TwoSeite 451
  54. XIII: Fifty-Two (Fortsetzung)Seite 464
  55. XIV: The Knitting DoneSeite 468
  56. XIV: The Knitting Done (Fortsetzung)Seite 476
  57. XV: The Footsteps Die Out ForeverSeite 484

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Die Geschichte hinter „Eine Geschichte aus zwei Städten“

  1. Auf der Bühne in The Frozen Deep konzipiert

    Während er in Wilkie Collins’ Amateurstück ‚The Frozen Deep‘ schauspielerte, kam Dickens die Kernidee eines Mannes, der sein Leben für einen Rivalen opfert.

    Preface to the first book edition (1859)

  2. Carlyle schickt zwei Karrenladungen Bücher

    Als Dickens Thomas Carlyle um Nachschlagewerke über die Französische Revolution bat, schickte Carlyle scherzhaft zwei Karrenladungen mit Bänden aus der London Library, um ihm zu helfen, die Atmosphäre einzufangen.

    John Forster, The Life of Charles Dickens

  3. Auftakt für Dickens’ neues Wochenmagazin

    Der Roman erschien von April bis November 1859 in 31 wöchentlichen Folgen als Hauptfortsetzungsroman von ‚All the Year Round‘, der Zeitschrift, die Dickens nach dem Bruch mit seinen früheren Verlegern gegründet hatte.

    All the Year Round, 30 April – 26 November 1859

  4. Letzter monatlicher Teil im November veröffentlicht

    Parallel zur wöchentlichen Veröffentlichung im Magazin gab Chapman & Hall den Roman in acht monatlichen Schilling-Lieferungen mit Illustrationen von Hablot Knight Browne (‚Phiz‘) heraus und veröffentlichte den vollständigen Band nach dem Ende der Fortsetzungsreihe.

    Chapman & Hall publication records

  5. Scharfe Kritik in der Saturday Review

    Der Kritiker James Fitzjames Stephen griff den Roman im Dezember 1859 als vulgäres Melodram und mechanisches Konstrukt an, was in scharfem Kontrast zu seinen enormen Verkaufszahlen stand.

    Saturday Review, 17 December 1859


In der Kultur „Eine Geschichte aus zwei Städten“

11 Adaptionen und Erwähnungen, 1859–2012

  1. In der Sprache „Es war die beste aller Zeiten, es war die schlechteste aller Zeiten“

    Der erste Satz des Romans wurde zur meistzitierten paradoxen Einleitung der englischen Literatur und wird von Journalisten und Rednern endlos abgewandelt, um Epochen scharfer Gegensätze zu beschreiben.

    Book the First, Chapter 1

  2. In der Sprache „Es ist etwas weit, weit Besseres, was ich tue ...“

    Sydney Cartons unausgesprochene Gedanken unter der Guillotine gingen in den allgemeinen Sprachgebrauch als Standardformel für jede edle oder ironisch-heroische Tat der Selbstaufopferung ein.

    Book the Third, Chapter 15

  3. In der Sprache Madame Defarge als Inbegriff geduldiger Rache

    Das Bild von Madame Defarge, die schweigend ein verschlüsseltes Register der zur Guillotine verurteilten Opfer strickt, machte ihren Namen zum Synonym für unerbittliche, nachtragende Rache.

  4. Bühne The Only Way im Lyceum Theatre

    Die Bühnenadaption von Freeman Wills und Frederick Langbridge wurde in Großbritannien zu einem Generationenerfolg, wobei der Schauspieler und Theaterleiter John Martin-Harvey tausende Male die Rolle des Sydney Carton spielte.

    Lyceum Theatre, London, 16 February 1899

  5. Film MGMs Verfilmung mit Ronald Colman

    Produzent David O. Selznick und Regisseur Jack Conway inszenierten eine aufwendige Hollywood-Fassung mit Ronald Colman als Sydney Carton, die eine Oscar-Nominierung als Bester Film erhielt.

  6. Kunst Illustrierte Klassiker Ausgabe Nr. 6

    Die Geschichte wurde als einer der frühesten Bände in Albert Kanters wegweisender Comicreihe ausgewählt und führte Generationen junger Leser in die Handlung rund um die Französische Revolution ein.

    Classic Comics #6 (Elliot Publishing)

  7. Bühne Arthur Benjamins Oper

    Der australische Komponist Arthur Benjamin und der Librettist Cedric Cliffe adaptierten den Roman als romantische Oper in vier Akten, die vor ihrer BBC-Ausstrahlung 1953 einen Preis beim Festival of Britain gewann.

  8. Film Dirk Bogarde in der Hauptrolle für die Rank Organisation

    Regisseur Ralph Thomas inszenierte eine britische Schwarz-Weiß-Kinofassung mit Dirk Bogarde als Carton und Christopher Lee als Marquis St. Evrémonde.

  9. Serie Miniserie von Granada Television und Masterpiece Theatre

    Drehbuchautor Arthur Hopcraft adaptierte das Buch für einen gefeierten britisch-französischen Fernsehmehrteiler mit James Wilby, Xavier Deluc und John Mills als Jarvis Lorry.

  10. Bühne Jill Santoriellos Broadway-Musical

    Nach jahrelanger Entwicklung brachte die Komponistin und Texterin Jill Santoriello eine groß angelegte Musical-Adaption mit James Barbour in der Hauptrolle an das Al Hirschfeld Theatre am Broadway.

  11. Film Visuelles Motiv in The Dark Knight Rises

    Regisseur Christopher Nolan und Co-Autor Jonathan Nolan gestalteten das Revolutionstribunal, die Schauprozesse und das letzte heldenhafte Opfer ihres Batman-Finales direkt nach dem Vorbild von Dickens’ Roman.

    Christopher Nolan production interviews (2012)


Fragen und Antworten zu „Eine Geschichte aus zwei Städten“ auf Englisch

Welche zwei Städte sind in A Tale of Two Cities gemeint?

Gemeint sind London und Paris am Ende des 18. Jahrhunderts. London dient im Buch als ruhiger, sicherer Rückzugsort der Figuren, während Paris der Schauplatz von Unterdrückung, Aufstand und der Schreckensherrschaft der Französischen Revolution ist.

Ab wann nimmt die Handlung in Eine Geschichte aus zwei Städten richtig Fahrt auf?

Die Geschichte zieht spürbar an, sobald der Fokus im zweiten Buch dauerhaft nach Paris wechselt und der Sturm auf die Bastille beginnt. Viele Leser empfinden die ersten Kapitel in London als zäh, weil Dickens dort zunächst viele scheinbar lose Fäden auslegt, die erst in der zweiten Hälfte zusammenlaufen.

Warum sehen sich Charles Darnay und Sydney Carton so ähnlich?

Die körperliche Ähnlichkeit ist kein verwandtschaftliches Geheimnis, sondern ein bewusster erzählerischer Kunstgriff von Dickens. Sie sorgt zunächst vor Gericht in London für einen Freispruch und bildet später die Grundlage für die entscheidende Wendung der Handlung, weil die beiden Männer dadurch ihre Rollen vertauschen können.

Ist A Tale of Two Cities ein typischer Dickens-Roman?

Nein, es ist sein wahrscheinlich untypischstes Buch. Es hat deutlich weniger Humor, weniger ausufernde Karikaturen und keinen stark im Dialekt geschriebenen Londoner Slang, sondern konzentriert sich viel strenger auf einen historischen Plot.

Warum strickt Madame Defarge im Buch die ganze Zeit?

Sie führt mit ihrem Strickzeug ein geheimes Register über die Feinde der Revolution. In ihre Muster codiert sie die Namen und Verbrechen der Adligen und ihrer Helfer, die später nach dem Umsturz vor das Revolutionstribunal gebracht werden sollen.

Beruht Eine Geschichte aus zwei Städten auf einer wahren Geschichte?

Die Hauptfiguren rund um die Familien Manette und Evrémonde sind frei erfunden, aber der historische Rahmen der Französischen Revolution ist echt. Dickens stützte sich für die Pariser Szenen und die Atmosphäre des Terrors stark auf das damals bekannte Geschichtswerk von Thomas Carlyle.

Stammt das Zitat 'It was the best of times, it was the worst of times' aus diesem Buch?

Ja, das ist der allererste Satz des Romans. Dickens nutzt diese lange Reihe von Gegensätzen im ersten Kapitel, um die extremen Spannungen zwischen Arm und Reich sowie zwischen England und Frankreich im Jahr 1775 aufzubauen.

Wie stark weicht der Film The Dark Knight Rises von dem Buch ab?

Der Batman-Film ist keine direkte Verfilmung, sondern übernimmt nur Motive, die Grundstimmung einer abgeriegelten Stadt mit Schauprozessen und ein direktes Zitat am Ende. Wer eine werkgetreue Umsetzung der eigentlichen Romanhandlung sucht, greift besser zum Schwarzweißfilm von 1935 mit Ronald Colman oder zur BBC-Miniserie.

Muss man die Französische Revolution genau kennen, um das Buch zu verstehen?

Nein, detailliertes Geschichtswissen über einzelne politische Fraktionen ist nicht nötig. Dickens erklärt die soziale Not vor dem Aufstand und die spätere Gewalt der Guillotine direkt über das Schicksal seiner Hauptfiguren, sodass man der Handlung auch ohne Vorwissen problemlos folgen kann.


Steckbrief zu „Eine Geschichte aus zwei Städten“

15 Angaben zu Ausgabedaten und gemessenen Textmerkmalen. Alles nachprüfbar.

Originaltitel
A Tale of Two Cities · „Eine Geschichte aus zwei Städten“
Autor
Charles Dickens · 1812–1870
Ersterscheinung
1859
Originalsprache
Englisch
Genre
Klassiker · Abenteuer
Stimmung
Spannend
Themen
Opfer · Erlösung · Rache · Schichten
Schauplatz
London und Paris · 1775 bis 1793, vor und während der Französischen Revolution
Verschiedene Wörter
9.761
Wörter pro Satz
18 Wörter
Niveau des Originals
C2
Versionen
C2, B2.9, B1.8
Umfang des Originals
63 Kap. · 136.191 Wörter
Lesezeit
~12 Std. 40 Min.
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EPUB

Über den Autor Charles Dickens, „Eine Geschichte aus zwei Städten“

Charles Dickens

1812–18705 Bücher hier

Lebensdaten
1812–1870
Geburtsort
Portsmouth, England
Wohnorte
London, England
Sterbeort
Higham, Kent, England
Weitere Berufe
journalist, editor
Sprache der Werke
English
Bücher im Katalog
5 Bücher hier

English novelist and social critic whose serialized stories of Victorian London made him one of the most widely read authors of the 19th century.

Born in Portsmouth, England, Dickens spent part of his childhood in poverty after his father was imprisoned for debt. At twelve he worked in a blacking factory, an experience that shaped his later fiction. He became a journalist and began publishing sketches under the pen name Boz, then turned to novels.

His major works include The Pickwick Papers, Oliver Twist, Nicholas Nickleby, A Christmas Carol, David Copperfield, Bleak House, Hard Times, and Great Expectations. He published most of them in monthly or weekly instalments, a format that reached a wide audience and influenced the development of the novel. He also edited magazines and gave public readings of his own work.

Dickens used fiction to expose social abuses, such as workhouses, child labour, and the inefficiency of the legal system. His books remained popular during his lifetime and after, and his characters and settings became part of English cultural memory.


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