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Norden und Süden auf Englisch

North and SouthElizabeth Gaskelli
OriginalC2SpracheBritisches Englisch · hochviktorianisch · 1855GenreKlassikerStimmungRomantischSchichtenGesellschaftHörbuch

Eine junge Pfarrerstochter aus dem ländlichen Südengland muss in eine laute Industriestadt im Norden ziehen und gerät dort mitten in den Konflikt zwischen dem Fabrikbesitzer John Thornton und seinen streikenden Arbeitern.

Der Roman baut auf Gegensätzen auf: das stille Südengland gegen den lauten Norden, das Salonleben gegen die Fabrikhalle, die Sicht der Unternehmer gegen die der Arbeiter. Nach einem ruhigen Einstieg im Süden verlagert sich die Handlung fest nach Milton, wo private Familienschicksale eng mit den wirtschaftlichen Kämpfen der Stadt verwoben werden. Erzählt wird meist aus Margarets Perspektive in einem formellen, mittelschweren viktorianischen Englisch, das viel Raum für innere Überlegungen und lange Streitgespräche lässt. Diesem gehobenen Ton steht in den Dialogen die direkte, teils mundartlich gefärbte Sprache der Fabrikarbeiter gegenüber.

Gefällt dir, wenn
  • du Liebesgeschichten magst, in denen sich zwei Menschen erst über ernste politische und moralische Fragen streiten
  • dich der Alltag der Industriellen Revolution aus Sicht von Fabrikherren und Arbeitern gleichermaßen interessiert
  • du Romane schätzt, in denen Figuren ihre festen Vorurteile Schritt für Schritt ablegen müssen
  • du gerne ausführliche Streitgespräche über Gerechtigkeit, Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel liest
Eher nichts für dich, wenn
  • der Einstieg im Süden ruhig verläuft, bis die Familie überhaupt in der Industriestadt Milton ankommt
  • der geschriebene Lancashire-Dialekt der Fabrikarbeiter ein paar Kapitel Eingewöhnung verlangt
  • im Mittelteil viele Krankheits- und Todesfälle kurz hintereinander die Stimmung drücken
  • du schnelle Handlungswechsel suchst – viele Kapitel bestehen vor allem aus langen Gesprächen im Wohnzimmer

Was für ein Buch „Norden und Süden“ ist


Versionen von „Norden und Süden“ auf Englisch: B1

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NiveauA1–A2B1–B2C1–C2ohne Niveauverschiedene WörterWörter pro SatzSeitenHörbuch
C2A1–A279 %B1–B214 %C1–C20 %ohne Niveau 7 % verschiedene Wörter 7.960Wörter pro Satz 17,5Seiten662HörbuchOriginal · Text des Autors · hochviktorianisches Englisch
B2.8A1–A284 %B1–B213 %C1–C20 %ohne Niveau 3 % verschiedene Wörter 4.930Wörter pro Satz 12,3Seiten667HörbuchAngepasst · Modernes Englisch · britische Schreibweise
B1.8A1–A287 %B1–B211 %C1–C20 %ohne Niveau 1 % verschiedene Wörter 3.510Wörter pro Satz 8,0Seiten650HörbuchAngepasst · Modernes Englisch · britische Schreibweise
Original · Text des Autors · hochviktorianisches EnglischC2A1–A279 %B1–B214 %C1–C20 %ohne Niveau 7 %verschiedene Wörter 7.960pro Satz 17,5662Seiten23Stunden
Angepasst · Modernes Englisch · britische SchreibweiseB2.8A1–A284 %B1–B213 %C1–C20 %ohne Niveau 3 %verschiedene Wörter 4.930pro Satz 12,3667Seiten23Stunden
Angepasst · Modernes Englisch · britische SchreibweiseB1.8A1–A287 %B1–B211 %C1–C20 %ohne Niveau 1 %verschiedene Wörter 3.510pro Satz 8,0650Seiten25Stunden
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Die Nachkommastelle zeigt, wo das Buch innerhalb des Niveaus liegt: B2.0 ist der Anfang von B2, B2.9 ist fast C1

Wortschatz nach Niveau

  • A1 72%
  • A2 15%
  • B1 7%
  • B2 4%

Über diese Ausgabe B1.8

This edition is at level B1.8. You can follow a long story with a little help. Every event and person and talk is kept. Old sentences had 18.1 words on average. New sentences have 8.0 words on average. Hard words at B2 and above fall from 7.7 percent to 1.4 percent. Rare words the story needs are explained in round brackets where they first appear. You will need about twenty-five hours to read it. NewGen Books adapted this edition with the help of AI.

About the level

This edition is B1.8 on the NewGen Books scale (version 1.2) and the original C2; both are measured from the text itself. On the Flesch–Kincaid formula's US school scale the edition reads at grade 2 and the original at grade 7. In the CEFR's words, a B1 reader “can follow the plot of stories, simple novels and comics with a clear linear storyline and high frequency everyday language, given regular use of a dictionary.”

Bearbeitung 0.3.3 · 26. Okt. 2026


Leseprobe aus „Norden und Süden“ auf Englisch

Eine Textstelle – so, wie jede Version sie schreibt.

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Original · C2181 Wörter

Margaret had never spoken of Helstone since she left it, except just naming the place incidentally. She saw it in dreams more vivid than life, and as she fell away to slumber at nights her memory wandered in all its pleasant places. But her heart was opened to this girl: “Oh, Bessy, I loved the home we have left so dearly! I wish you could see it. I cannot tell you half its beauty. There are great trees standing all about it, with their branches stretching long and level, and making a deep shade of rest even at noonday. And yet, though every leaf may seem still, there is a continual rushing sound of movement all around—not close at hand. Then sometimes the turf is as soft and fine as velvet; and sometimes quite lush with the perpetual moisture of a little, hidden, tinkling brook near at hand. And then in other parts there are billowy ferns—whole stretches of fern; some in the green shadow; some with long streaks of golden sunlight lying on them—just like the sea.”

B1.8177 Wörter

Margaret had not spoken of Helstone since she left it. She only named the place by chance. She saw it in dreams more clear than life. At night, when she fell asleep, her mind walked in its sweet places. But now her heart opened to this girl. “Oh, Bessy, I loved the home we left very much! I wish you could see it. I cannot tell you half its beauty. Great trees stand all about it. Their branches stretch long and flat. They make dark cool shade even at midday.”

“Each leaf seems still. Yet there is always a soft noise all round. It is not near at hand. Sometimes the grass is as soft and fine as soft thick cloth. Sometimes it is rich with water from a small hidden brook (small stream of water) near by. The brook makes a light ringing sound. In other parts there are tall fern (green plant with many small leaves), wide fields of fern. Some stand in green shadow. Golden sun lies long on others, just like the sea.”

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Die Originalsprache von „Norden und Süden“ und was sie dir bringt

Wie schwer die Sprache ist C2

Das Buch liegt im Original auf C2-Niveau und ist mit rund 182.000 Wörtern und über 10.100 verschiedenen Wortformen ein umfangreicher Brocken. Obwohl fast vier Fünftel des Wortschatzes (63 % A1 und 16 % A2) auf dem Grundwortschatz aufbauen, machen die 5 % seltenen Vokabeln jenseits der häufigsten 5.000 Wörter sowie 3 % Wörter außerhalb normaler Wörterbücher den Text anspruchsvoll. Die Sätze sind mit durchschnittlich 17,5 Wörtern für einen viktorianischen Roman moderat lang, verlangen aber durch den formellen Stil des 19. Jahrhunderts konzentriertes Lesen.

Was das praktisch heißt: Ein wortreicher Roman von 1855 auf C2-Niveau, der gepflegtes Erzählenglisch mit dem geschriebenen Dialekt nordenglischer Fabrikarbeiter verbindet.

Worauf du dich einstellen solltest

Viktorianisches Britisches Englisch. Der Text von 1855 nutzt das formelle britische Standardenglisch der mittleren viktorianischen Epoche für die Erzählung und die Gespräche der gebildeten Schichten.
Lancashire-Arbeiterdialekt. Nicholas Higgins und andere Fabrikarbeiter aus Milton sprechen einen mittelschweren Lancashire-Dialekt, der im Schriftbild durch ausgelassene Buchstaben und eigene Grammatik auffällt.
Leichte Archaismen. Veraltete Ausdrücke kommen nur leicht dosiert vor, während den Kapiteln teilweise kurze Gedichtzeilen und Verse vorangestellt sind.

Wie du es liest und nicht aufhörst

  • Vorsicht bei typischen falschen Freunden des 19. Jahrhunderts: «sensible» heißt im Buch vernünftig und nicht sensibel, und «eventually» bedeutet schließlich, nicht eventuell.
  • Lass dich in den Passagen mit Nicholas Higgins nicht vom Schriftbild bremsen: Lies seine Sätze halblaut vor, dann erkennst du hinter den ungewohnten Schreibweisen oft ganz vertraute englische Wörter.
  • Achte in den langen Debatten zwischen Margaret und Thornton auf die englische Satzstellung (Subjekt-Verb-Objekt), wenn eingeschobene Nebensätze den Gedanken ungewohnt weit auseinanderziehen.
  • Gewöhne dich beim Dialoglesen an die englischen Verlaufsformen (Progressive) und den Gebrauch des Present Perfect, wo du im Deutschen oft einfach das Perfekt oder Präteritum setzen würdest.

Inhalt von „Norden und Süden“ · 52 Kapitel

  1. I: “Haste to the Wedding”Seite 1
  2. I: “Haste to the Wedding” (Fortsetzung)Seite 10
  3. II: Roses and ThornsSeite 17
  4. III: “The More Haste the Worse Speed”Seite 29
  5. III: “The More Haste the Worse Speed” (Fortsetzung)Seite 36
  6. IV: Doubts and DifficultiesSeite 42
Alle 52 Kapitel
  1. IV: Doubts and Difficulties (Fortsetzung)Seite 49
  2. V: DecisionSeite 57
  3. V: Decision (Fortsetzung)Seite 66
  4. VI: FarewellSeite 74
  5. VII: New Scenes and FacesSeite 83
  6. VIII: Home SicknessSeite 94
  7. VIII: Home Sickness (Fortsetzung)Seite 102
  8. IX: Dressing for TeaSeite 108
  9. X: Wrought Iron and GoldSeite 113
  10. XI: First ImpressionsSeite 125
  11. XII: Morning CallsSeite 136
  12. XIII: Soft Breeze in a Sultry PlaceSeite 143
  13. XIV: The MeetingSeite 153
  14. XV: Masters and MenSeite 161
  15. XV: Masters and Men (Fortsetzung)Seite 172
  16. XVI: The Shadow of DeathSeite 182
  17. XVII: What Is a Strike?Seite 193
  18. XVIII: Likes and DislikesSeite 205
  19. XIX: Angel VisitsSeite 217
  20. XIX: Angel Visits (Fortsetzung)Seite 225
  21. XX: Men and GentlemenSeite 233
  22. XX: Men and Gentlemen (Fortsetzung)Seite 240
  23. XXI: The Dark NightSeite 246
  24. XXII: A Blow and Its ConsequencesSeite 256
  25. XXII: A Blow and Its Consequences (Fortsetzung)Seite 266
  26. XXIII: MistakesSeite 275
  27. XXIV: Mistakes Cleared UpSeite 284
  28. XXV: FrederickSeite 291
  29. XXV: Frederick (Fortsetzung)Seite 299
  30. XXVI: Mother and SonSeite 307
  31. XXVII: Fruit-PieceSeite 314
  32. XXVIII: Comfort in SorrowSeite 323
  33. XXVIII: Comfort in Sorrow · Teil 2Seite 335
  34. XXVIII: Comfort in Sorrow · Teil 3Seite 343
  35. XXIX: A Ray of SunshineSeite 349
  36. XXX: Home at LastSeite 358
  37. XXX: Home at Last (Fortsetzung)Seite 367
  38. XXXI: “Should Auld Acquaintance Be Forgot”Seite 375
  39. XXXI: “Should Auld Acquaintance Be Forgot” (Fortsetzung)Seite 383
  40. XXXII: MischancesSeite 390
  41. XXXIII: PeaceSeite 396
  42. XXXIV: False and TrueSeite 404
  43. XXXV: ExpiationSeite 411
  44. XXXV: Expiation (Fortsetzung)Seite 422
  45. XXXVI: Union Not Always StrengthSeite 432
  46. XXXVI: Union Not Always Strength (Fortsetzung)Seite 440
  47. XXXVII: Looking SouthSeite 448
  48. XXXVII: Looking South (Fortsetzung)Seite 455
  49. XXXVIII: Promises FulfilledSeite 462
  50. XXXVIII: Promises Fulfilled (Fortsetzung)Seite 471
  51. XXXIX: Making FriendsSeite 480
  52. XXXIX: Making Friends (Fortsetzung)Seite 486
  53. XL: Out of TuneSeite 493
  54. XL: Out of Tune (Fortsetzung)Seite 502
  55. XLI: The Journey’s EndSeite 511
  56. XLI: The Journey’s End (Fortsetzung)Seite 520
  57. XLII: Alone! Alone!Seite 527
  58. XLII: Alone! Alone! (Fortsetzung)Seite 536
  59. XLIII: Margaret’s Flittin’Seite 543
  60. XLIII: Margaret’s Flittin’ (Fortsetzung)Seite 549
  61. XLIV: Ease Not PeaceSeite 556
  62. XLIV: Ease Not Peace (Fortsetzung)Seite 563
  63. XLV: Not All a DreamSeite 570
  64. XLVI: Once and NowSeite 573
  65. XLVI: Once and Now · Teil 2Seite 583
  66. XLVI: Once and Now · Teil 3Seite 592
  67. XLVII: Something WantingSeite 601
  68. XLVIII: “Ne’er to Be Found Again”Seite 608
  69. XLIX: Breathing TranquillitySeite 615
  70. L: Changes at MiltonSeite 623
  71. L: Changes at Milton (Fortsetzung)Seite 630
  72. LI: Meeting AgainSeite 636
  73. LII: “Pack Clouds Away”Seite 646

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Die Geschichte hinter „Norden und Süden“

  1. Fortsetzungsabdruck und redaktionelle Konflikte mit Dickens

    Der Roman erschien ab dem 2. September 1854 wöchentlich in Charles Dickens’ Zeitschrift Household Words. Gaskells gemächliches Erzähltempo rieb sich an den strengen wöchentlichen Umfangsvorgaben, was Dickens dazu veranlasste, sich in Briefen über ihren Widerstand gegen seine Kürzungen zu beklagen.

    The Letters of Charles Dickens; The Letters of Mrs Gaskell

  2. Dickens setzt sich über den Arbeitstitel hinweg

    Gaskell hatte das Buch wie schon bei ‚Mary Barton‘ nach ihrer Heldin ‚Margaret Hale‘ benennen wollen. Dickens bestand stattdessen auf ‚Norden und Süden‘ (North and South) und argumentierte, dieser Titel fange die thematische Spaltung der Nation besser ein.

    The Letters of Charles Dickens

  3. Erweiterte zweibändige Buchausgabe

    Befreit von den engen wöchentlichen Abgabefristen der Zeitschrift stellte Gaskell gestrichene Passagen wieder her und fügte vier völlig neue Kapitel hinzu, um das überstürzte Ende weiter auszuarbeiten, bevor Chapman & Hall im März 1855 die zweibändige Buchausgabe veröffentlichte.

    Preface to the first book edition (1855)

  4. Rezeption in Industriekreisen und Charlotte Brontës Lob

    Während einige Industrielle aus dem Norden Gaskell noch immer ihren früheren Roman ‚Mary Barton‘ verübelten, lobten Rezensenten das ausgewogene Porträt von Fabrikherren und Gewerkschaftern im neuen Werk, und ihre Freundin Charlotte Brontë äußerte sich noch vor dessen Fertigstellung bewundernd über seine Unvoreingenommenheit.

    Contemporary reviews in The Athenaeum and The Examiner


In der Kultur „Norden und Süden“

8 Adaptionen und Erwähnungen, 1855–2009

  1. In der Sprache Das ‚Nord-Süd-Gefälle‘ in England

    Zusammen mit Benjamin Disraelis ‚Sybil‘ verankerten Gaskells Titel und Schauplatz den kulturellen und wirtschaftlichen Kontrast zwischen dem industriellen, pragmatischen Norden Englands und dem agrarischen, aristokratischen Süden als dauerhaftes Schlagwort im öffentlichen Leben Großbritanniens.

  2. In der Sprache Ein Grundpfeiler des ‚Condition-of-England‘-Kanons

    Literaturkritiker ordneten das Buch zusammen mit Werken von Dickens, Disraeli und Kingsley als Musterbeispiel des ‚Industrieromans‘ oder ‚Condition-of-England-Romans‘ (Sozialromans) ein – erzählende Literatur, anhand deren der menschliche Preis der Industriellen Revolution debattiert wurde.

  3. Kunst Fred H. Townsends illustrierte Ausgabe

    Der Illustrator Fred H. Townsend schuf für die 1896 bei Downey & Co. erschienene Ausgabe eine gefeierte Reihe von Federzeichnungen, die den spätviktorianischen Lesern die verrauchten Straßen von Milton-Northern und die Konfrontation während des Fabrikstreiks bildlich vor Augen führten.

  4. Serie Erste Fernsehverfilmung

    Die BBC produzierte die erste Bildschirmfassung des Romans als fünfteilige Fernsehserie, dramatisiert von David Turner, mit Wendy Williams als Margaret Hale und Richard Leech als John Thornton.

    BBC Genome Project

  5. Serie Patrick Stewart als John Thornton

    Eine vierteilige BBC-Serie aus der Feder von Jack Pulman besetzte den fünfunddreißigjährigen Patrick Stewart als strengen Fabrikbesitzer an der Seite von Rosalind Shanks und wurde später in den USA im Rahmen von Masterpiece Theatre ausgestrahlt.

    BBC Genome Project

  6. Serie BBC-Miniserie sorgt für Serverabsturz und neues öffentliches Interesse

    Sandy Welchs vierteilige Adaption mit Daniela Denby-Ashe und Richard Armitage entwickelte sich zu einem Überraschungsphänomen; die Reaktionen der Zuschauer auf die erste Folge waren so überwältigend, dass die BBC die Online-Foren zur Serie abschalten musste, da der Ansturm die Server überlastete.

    BBC News (November 2004)

  7. Musik Martin Phipps’ Kammermusik-Filmmusik

    Die minimalistische Musik für Klavier und Streicher des Komponisten Martin Phipps für die Serie von 2004 – aufgebaut auf rhythmischen, mechanischen Motiven, die die Baumwollwebstühle darstellen – erlangte eigenständige Popularität und wurde von EMI Classics als eigenes Soundtrack-Album veröffentlicht.

  8. Bühne Bühnenadaption von Northern Broadsides

    Der Dramatiker Blake Morrison adaptierte den Roman für die Bühne unter dem Titel ‚Northern‘; das Stück tourte durch die Industriestädte Nordenglands, um die Wurzeln des Buches im regionalen Dialekt und in den Arbeitskämpfen zu betonen.


Fragen und Antworten zu „Norden und Süden“ auf Englisch

Hat North and South mit der Serie Fackeln im Sturm zu tun?

Nein, die beiden Werke haben trotz des gleichen englischen Originaltitels nichts miteinander zu tun. Die bekannte US-Serie mit Patrick Swayze basiert auf den historischen Romanen von John Jakes über den amerikanischen Bürgerkrieg. Elizabeth Gaskells Buch von 1855 spielt dagegen im England der Industriellen Revolution.

Gibt es ein Happy End in North and South?

Ja, der Roman steuert nach vielen Verlusten und Missverständnissen auf ein versöhnliches Ende zu. Bis dahin müssen die Hauptfiguren jedoch erst zahlreiche Schicksalsschläge verarbeiten und ihren eigenen Stolz überwinden. Wie genau sie zueinanderfinden, bleibt bis zum letzten Kapitel offen.

Ist North and South so ähnlich wie Stolz und Vorurteil?

Die Grundidee zweier Menschen, die sich anfangs wegen ihrer Vorurteile ablehnen, erinnert stark an Jane Austen. Gaskell verknüpft diese Liebesgeschichte aber fest mit Streiks, Hunger, Glaubenszweifeln und den harten Arbeitsbedingungen in den Fabriken. Das Buch ist dadurch deutlich ernster und politischer als Austens Gesellschaftsromane.

Wie stark weicht die BBC-Serie von 2004 vom Buch ab?

Die vierteilige BBC-Verfilmung mit Richard Armitage hält sich eng an die Handlung und die Grundstimmung des Romans. Einige philosophische Gespräche von Margarets Vater und die religiösen Zweifel der Familie wurden für das Fernsehen jedoch gekürzt. Auch die berühmte Schlussszene auf dem Bahnhof wurde für die Serie etwas freier ausgeschmückt als im Buch.

Welche Stadt ist mit Milton in North and South gemeint?

Milton-Northern ist ein fiktiver Name für Manchester, wo Elizabeth Gaskell selbst viele Jahre als Frau eines Pfarrers lebte. Sie kannte sowohl die Unternehmerfamilien als auch die Not in den Arbeitervierteln aus eigener Anschauung. Durch den erfundenen Stadtnamen konnte sie über die sozialen Konflikte vor ihrer Haustür schreiben, ohne reale Personen direkt bloßzustellen.

Warum verlässt Margarets Vater am Anfang die Kirche?

Richard Hale legt sein Amt als anglikanischer Pfarrer nieder, weil er religiöse Zweifel an den Glaubensgrundsätzen und der Autorität der Staatskirche bekommen hat. Er kann es mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, seine Pflichten im Dorf weiter auszuüben. Um seine Familie trotzdem zu ernähren, zieht er nach Milton und arbeitet dort als Privatlehrer.

Warum lügt Margaret wegen des Mannes am Bahnhof?

Sie will ihren Bruder Frederick schützen, der nach einer Meuterei bei der Marine heimlich ans Sterbebett der Mutter gereist ist. Würde seine Anwesenheit in England bekannt, drohte ihm ein Kriegsgerichtsprozess und die Todesstrafe. Dass ausgerechnet John Thornton von der Lüge erfährt, ohne den wahren Grund zu kennen, sorgt für das schwerste Missverständnis zwischen den beiden.

Wird der Dialekt der Arbeiter im Buch irgendwann einfacher?

Der Dialekt von Nicholas Higgins und seiner Tochter Bessy bleibt das ganze Buch über gleich, aber man liest sich nach den ersten Gesprächen schnell ein. Gaskell nutzt immer wieder dieselben verkürzten Formen wie «yo'» für «you» oder «durn't» für «dare not». Sobald man diese Handvoll Muster wiedererkennt, versteht man die Dialoge flüssig im Zusammenhang.

Wann taucht John Thornton im Buch zum ersten Mal auf?

Er erscheint erst im siebten Kapitel, nachdem die Familie Hale ihren Umzug nach Milton hinter sich gebracht hat. Die ersten Kapitel verbringt der Roman in London und im südenglischen Dorf Helstone, um Margarets bisheriges Leben zu zeigen. Dieser Kontrast ist wichtig, damit man versteht, warum ihr die Industriestadt und Thornton anfangs so fremd sind.

Für wen zieht sich das Buch und wer bricht es ab?

Leser, die einen reinen Liebesroman im Stil von Jane Austen erwarten, tun sich oft mit den vielen Todesfällen und den langen Diskussionen über Löhne und Streiks schwer. Auch wer rasante Action sucht, wird von den ausführlichen Gesprächen im Wohnzimmer gebremst. Wer sich jedoch auf das langsame Tempo einlässt, bekommt ein sehr genaues Bild davon, wie zwei gegensätzliche Welten lernen, miteinander zu reden.


Steckbrief zu „Norden und Süden“

15 Angaben zu Ausgabedaten und gemessenen Textmerkmalen. Alles nachprüfbar.

Originaltitel
North and South · „Norden und Süden“
Autor
Elizabeth Gaskell · 1810–1865
Ersterscheinung
1855
Originalsprache
Englisch
Genre
Klassiker · Liebesromane
Stimmung
Romantisch
Themen
Schichten · Gesellschaft · Liebe · Gerechtigkeit
Schauplatz
Das südenglische Landleben und die nordenglische Industriestadt Milton (nach dem Vorbild von Manchester) · Mitte des 19. Jahrhunderts (ca. 1850er Jahre)
Verschiedene Wörter
10.112
Wörter pro Satz
18 Wörter
Niveau des Originals
C2
Versionen
C2, B2.8, B1.8
Umfang des Originals
79 Kap. · 181.919 Wörter
Lesezeit
~16 Std. 50 Min.
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Über den Autor Elizabeth Gaskell, „Norden und Süden“

Elizabeth Gaskell

1810–18651 Buch hier

Lebensdaten
1810–1865
Geburtsort
Chelsea, London, England
Wohnorte
Manchester, England
Sterbeort
Holybourne, Hampshire, England
Sprache der Werke
English
Bücher im Katalog
1 Buch hier

English novelist and biographer whose fiction portrayed the lives of the working class in Victorian England.

Elizabeth Gaskell was born in Chelsea, London, in 1810. After her mother's death, she was raised by an aunt in Knutsford, Cheshire. She married William Gaskell, a Unitarian minister, and settled in Manchester, where she became familiar with the conditions of industrial workers.

She wrote novels including Mary Barton, Cranford, and North and South, as well as a biography of Charlotte Brontë. Her fiction often addressed social and industrial issues, and she was a regular contributor to Charles Dickens's periodicals. She died suddenly in 1865.


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