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Don Quijote auf Englisch

Don QuixoteMiguel de Cervantesi
OriginalC2Jahr1605SpracheÜbersetzt aus dem Spanischen · britisches Englisch, 1885 (John Ormsby)GenreKlassikerStimmungWitzigIdentitätFreundschaftHörbuch

Ein älterer Landedelmann liest sich um den Verstand, hält sich für einen Ritter aus alter Zeit und zieht mit einem Bauern als Knappen durch Spanien, um Abenteuer zu bestehen, die nur in seinem Kopf stattfinden.

Das Buch teilt sich in zwei große Teile, die im Abstand von zehn Jahren erschienen sind. Der erste Teil reiht Episoden auf der Landstraße aneinander und schiebt immer wieder eigenständige Novellen und Liebesgeschichten von Nebenfiguren ein. Im zweiten Teil haben die Menschen, denen Don Quijote und Sancho begegnen, den ersten Teil bereits gelesen und treiben oft ein abgekartetes Spiel mit den beiden. Du liest hier eine spätviktorianische englische Übersetzung aus dem Jahr 1885 mit sehr langen Sätzen von durchschnittlich fast vierzig Wörtern. Ein gehobener Erzählton samt altertümlichem „thou“ und „thee“ in den Ritterreden wechselt sich ab mit bodenständigen, witzigen Dialogen und eingestreuten Gedichten.

Gefällt dir, wenn
  • du trockenen Humor und Wortgefechte zwischen zwei völlig gegensätzlichen Reisepartnern magst
  • dich Geschichten reizen, in denen Figuren über das Geschichtenerzählen selbst nachdenken
  • du gerne ein breites Panorama aus Wirtshäusern, Landstraßen und schrägen Randfiguren durchstreifst
  • du Lust auf eine der großen Vorlagen für fast jedes spätere ungleiche Duo der Literatur hast
Eher nichts für dich, wenn
  • dich eingeschobene Nebengeschichten im ersten Teil stören, in denen die Hauptfiguren kapitelweise nur zuhören
  • du körperlichen Slapstick und derbe Prügelszenen auf Kosten der Hauptfiguren schnell ermüdend findest
  • du einen straffen roten Faden suchst statt einer losen Kette von Begegnungen auf der Straße
  • dir Sätze mit fast vierzig Wörtern im Schnitt und viktorianisches Englisch zu schwerfällig sind

Was für ein Buch „Don Quijote“ ist


Versionen von „Don Quijote“ auf Englisch: C2

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NiveauA1–A2B1–B2C1–C2ohne Niveauverschiedene WörterWörter pro SatzSeitenHörbuch
C2A1–A277 %B1–B215 %C1–C20 %ohne Niveau 8 % verschiedene Wörter 8.700Wörter pro Satz 39,1Seiten1636HörbuchOriginal · Text der Übersetzung · spätviktorianisches Englisch
Original · Text der Übersetzung · spätviktorianisches EnglischC2A1–A277 %B1–B215 %C1–C20 %ohne Niveau 8 %verschiedene Wörter 8.700pro Satz 39,11636Seiten46Stunden

Wortschatz nach Niveau

  • A1 61%
  • A2 16%
  • B1 8%
  • B2 7%
  • nicht im Wörterbuch 3%

Über diese Ausgabe Original · C2

This edition is level C2 for very strong readers. You can read long and hard texts with ease. You get the complete original text of Don Quixote. It was written by Miguel de Cervantes Saavedra. It was first published in 1605. It uses the John Ormsby translation. The average sentence is about 42 words long. Reading takes about forty two hours.

About the level

This original text is C2 on the NewGen Books scale (version 1.2), measured from the text itself. On the Flesch–Kincaid formula's US school scale it reads at college level. In the CEFR's words, a C2 reader “can read virtually all forms of the written language including classical or colloquial literary and non-literary writings in different genres, appreciating subtle distinctions of style and implicit as well as explicit meaning.”


Leseprobe aus „Don Quijote“ auf Englisch

Eine Textstelle – so, wie jede Version sie schreibt.

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Original · C2162 Wörter

At this point they came in sight of thirty or forty windmills that there are on plain,115 and as soon as Don Quixote saw them he said to his squire, “Fortune is arranging matters for us better than we could have shaped our desires ourselves, for look there, friend Sancho Panza, where thirty or more monstrous giants present themselves, all of whom I mean to engage in battle and slay, and with whose spoils we shall begin to make our fortunes; for this is righteous warfare, and it is God’s good service to sweep so evil a breed from off the face of the earth.”

“What giants?” said Sancho Panza.

“Those thou seest there,” answered his master, “with the long arms, and some have them nearly two leagues long.”

“Look, your worship,” said Sancho; “what we see there are not giants but windmills, and what seem to be their arms are the sails that turned by the wind make the millstone go.”

Dieselbe Textstelle auf verschiedenen NiveausIn der Leseansicht weiterlesen

Die Originalsprache von „Don Quijote“ und was sie dir bringt

Wie schwer die Sprache ist C2

Im Original dieser Übersetzung liegt das Buch auf Niveau C2 und umfasst rund 450.000 Wörter mit 15.887 verschiedenen Wortformen. Obwohl 77 % des Wortschatzes in den Grundstufen A1 und A2 liegen und nur 5 % über die 5.000 häufigsten Wörter hinausgehen, machen die extrem langen Sätze von durchschnittlich 39,1 Wörtern das Lesen im ungekürzten Text anspruchsvoll. Hinzu kommen 3 % Wörter außerhalb gängiger Wörterbücher, darunter Eigennamen und veraltete Ausdrücke.

Was das praktisch heißt: Grundwortschatz im Kern, aber durch den enormen Umfang, 39-Wort-Sätze und den viktorianischen Ritterton im Original eine echte C2-Langstrecke.

Worauf du dich einstellen solltest

Spätviktorianisches britisches Englisch. Du liest eine britische Übersetzung von 1885 aus dem Spanischen, die den gehobenen Ton des späten 19. Jahrhunderts mit langen, verschachtelten Satzbauten pflegt.
Feierliches Ritter-Englisch. Dialekte gibt es hier keine, aber besonders in ritterlichen und förmlichen Reden begegnen dir regelmäßig die veralteten Anreden „thou“, „thee“ und „thy“ neben bodenständigen Alltagsdialogen.
Eingestreute Verspassagen. Zwischen der Prosa stehen immer wieder Gedichte und Lieder, in denen Wortstellung und Vokabular dem Reim und Rhythmus folgen.

Wie du es liest und nicht aufhörst

  • Lass dich bei den 39-Wort-Sätzen nicht von der deutschen Gewohnheit leiten, am Satzende nach dem Verb zu suchen: Halte dich im Englischen zuerst an Subjekt und Verb jedes Teilsatzes, um den Faden nicht zu verlieren.
  • Achte auf klassische „False Friends“ im gehobenen Ton: Wenn im Buch jemand „sensible“ genannt wird, heißt das vernünftig, nicht sensibel, und „eventually“ bedeutet schließlich, nicht eventuell.
  • Im Deutschen stehen Verben im Hauptsatz an zweiter Stelle, doch in den feierlichen Reden und Gedichten dieser Übersetzung wird die englische Subjekt-Verb-Objekt-Ordnung oft für den Effekt umgedreht – lies solche Stellen laut, um Subjekt und Verb zuzuordnen.
  • Beobachte den Unterschied zwischen Simple Past und Present Perfect in den Dialogen: Wo du auf Deutsch im Gespräch fast immer das Perfekt nutzt, markiert das Englische hier genau, ob ein vergangenes Missgeschick noch direkt in die Gegenwart hineinwirkt.

Inhalt von „Don Quijote“ · 132 Kapitel

  1. Translator’s PrefaceSeite 1
  2. Translator’s Preface · Teil 2Seite 8
  3. Translator’s Preface · Teil 3Seite 19
  4. Translator’s Preface · Teil 4Seite 29
  5. Translator’s Preface · Teil 5Seite 40
  6. Translator’s Preface · Teil 6Seite 51
Alle 132 Kapitel
  1. DedicationSeite 60
  2. PrefaceSeite 60
  3. Some Commendatory VersesSeite 72
  4. ISeite 80
  5. IISeite 90
  6. IIISeite 101
  7. IVSeite 111
  8. VSeite 122
  9. VISeite 128
  10. VI (Fortsetzung)Seite 143
  11. VIISeite 145
  12. VIIISeite 154
  13. IXSeite 166
  14. XSeite 175
  15. XISeite 183
  16. XIISeite 192
  17. XIIISeite 202
  18. XIII (Fortsetzung)Seite 209
  19. XIVSeite 216
  20. XVSeite 229
  21. XVISeite 241
  22. XVIISeite 252
  23. XVIIISeite 265
  24. XVIII (Fortsetzung)Seite 273
  25. XIXSeite 281
  26. XXSeite 293
  27. XX (Fortsetzung)Seite 303
  28. XXISeite 313
  29. XXI (Fortsetzung)Seite 324
  30. XXIISeite 332
  31. XXII (Fortsetzung)Seite 340
  32. XXIIISeite 348
  33. XXIII (Fortsetzung)Seite 359
  34. XXIVSeite 368
  35. XXIV (Fortsetzung)Seite 377
  36. XXVSeite 382
  37. XXV (Fortsetzung)Seite 395
  38. XXVISeite 408
  39. XXVIISeite 421
  40. XXVII (Fortsetzung)Seite 434
  41. XXVIIISeite 446
  42. XXVIII (Fortsetzung)Seite 459
  43. XXIXSeite 469
  44. XXIX (Fortsetzung)Seite 478
  45. XXXSeite 487
  46. XXX (Fortsetzung)Seite 495
  47. XXXISeite 503
  48. XXXI (Fortsetzung)Seite 511
  49. XXXIISeite 517
  50. XXXIIISeite 528
  51. XXXIII · Teil 2Seite 539
  52. XXXIII · Teil 3Seite 550
  53. XXXIVSeite 557
  54. XXXIV · Teil 2Seite 570
  55. XXXIV · Teil 3Seite 581
  56. XXXVSeite 586
  57. XXXV (Fortsetzung)Seite 593
  58. XXXVISeite 599
  59. XXXVI (Fortsetzung)Seite 607
  60. XXXVIISeite 613
  61. XXXVII (Fortsetzung)Seite 622
  62. XXXVIIISeite 629
  63. XXXIXSeite 635
  64. XLSeite 648
  65. XL (Fortsetzung)Seite 659
  66. XLISeite 667
  67. XLI · Teil 2Seite 679
  68. XLI · Teil 3Seite 689
  69. XLIISeite 698
  70. XLIIISeite 709
  71. XLIII (Fortsetzung)Seite 716
  72. XLIVSeite 724
  73. XLIV (Fortsetzung)Seite 731
  74. XLVSeite 737
  75. XLVISeite 749
  76. XLVIISeite 761
  77. XLVII (Fortsetzung)Seite 768
  78. XLVIIISeite 776
  79. XLIXSeite 789
  80. LSeite 801
  81. LISeite 811
  82. LIISeite 819
  83. LII (Fortsetzung)Seite 827
  84. DedicationSeite 836
  85. PrefaceSeite 837
  86. ISeite 843
  87. I (Fortsetzung)Seite 852
  88. IISeite 860
  89. IIISeite 867
  90. IVSeite 880
  91. VSeite 889
  92. VISeite 899
  93. VIISeite 907
  94. VIIISeite 918
  95. IXSeite 929
  96. XSeite 935
  97. XISeite 949
  98. XIISeite 958
  99. XIIISeite 968
  100. XIVSeite 978
  101. XIV (Fortsetzung)Seite 987
  102. XVSeite 995
  103. XVISeite 998
  104. XVI (Fortsetzung)Seite 1006
  105. XVIISeite 1013
  106. XVII (Fortsetzung)Seite 1021
  107. XVIIISeite 1030
  108. XIXSeite 1043
  109. XXSeite 1054
  110. XXISeite 1067
  111. XXIISeite 1076
  112. XXIIISeite 1088
  113. XXIII (Fortsetzung)Seite 1098
  114. XXIVSeite 1106
  115. XXVSeite 1115
  116. XXV (Fortsetzung)Seite 1123
  117. XXVISeite 1130
  118. XXVIISeite 1142
  119. XXVIIISeite 1153
  120. XXIXSeite 1161
  121. XXXSeite 1171
  122. XXXISeite 1178
  123. XXXIISeite 1190
  124. XXXII (Fortsetzung)Seite 1201
  125. XXXIIISeite 1211
  126. XXXIVSeite 1223
  127. XXXVSeite 1235
  128. XXXVISeite 1245
  129. XXXVIISeite 1253
  130. XXXVIIISeite 1256
  131. XXXIXSeite 1266
  132. XLSeite 1270
  133. XLISeite 1278
  134. XLI (Fortsetzung)Seite 1286
  135. XLIISeite 1293
  136. XLIIISeite 1301
  137. XLIVSeite 1310
  138. XLIV (Fortsetzung)Seite 1317
  139. XLVSeite 1324
  140. XLVISeite 1335
  141. XLVIISeite 1341
  142. XLVIIISeite 1354
  143. XLIXSeite 1366
  144. XLIX (Fortsetzung)Seite 1375
  145. LSeite 1383
  146. L (Fortsetzung)Seite 1389
  147. LISeite 1396
  148. LIISeite 1408
  149. LIIISeite 1419
  150. LIVSeite 1427
  151. LVSeite 1441
  152. LVISeite 1452
  153. LVIISeite 1459
  154. LVIIISeite 1464
  155. LVIII (Fortsetzung)Seite 1473
  156. LIXSeite 1481
  157. LXSeite 1493
  158. LX (Fortsetzung)Seite 1503
  159. LXISeite 1512
  160. LXIISeite 1516
  161. LXII (Fortsetzung)Seite 1525
  162. LXIIISeite 1535
  163. LXIII (Fortsetzung)Seite 1542
  164. LXIVSeite 1549
  165. LXVSeite 1555
  166. LXVISeite 1563
  167. LXVIISeite 1571
  168. LXVIIISeite 1578
  169. LXIXSeite 1585
  170. LXXSeite 1593
  171. LXXISeite 1603
  172. LXXIISeite 1612
  173. LXXIIISeite 1619
  174. LXXIVSeite 1626

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Die Geschichte hinter „Don Quijote“

  1. Veröffentlichung des Ersten Teils in Madrid

    Gedruckt von Juan de la Cuesta und verkauft von Francisco de Robles, wurde der erste Teil in ganz Spanien sofort zu einem Publikumserfolg, obwohl frühe Raubdrucke dazu führten, dass Cervantes nur geringe finanzielle Erträge erzielte.

    Tasa and Royal Privilege in the first edition (Madrid, Juan de la Cuesta)

  2. Erste Übersetzung in eine andere Sprache

    Thomas Shelton veröffentlichte in London die erste englische Übersetzung des Ersten Teils, womit Englisch die erste Fremdsprache wurde, in der Don Quijote erschien.

    The History of the Valorous and Wittie Knight-Errant, Don-Quixote of the Mancha (London, William Stansby for Ed. Blount and W. Barret, 1612)

  3. Die unautorisierte Fortsetzung von Avellaneda

    Ein anonymer Schriftsteller veröffentlichte unter dem Pseudonym Alonso Fernández de Avellaneda in Tarragona einen unautorisierten zweiten Teil, der Cervantes persönlich verspottete.

    Segundo tomo del ingenioso hidalgo don Quixote de la Mancha (Tarragona, 1614)

  4. Cervantes veröffentlicht den authentischen Zweiten Teil

    Angestachelt durch die konkurrierende Fortsetzung vollendete und veröffentlichte Cervantes seinen eigenen Zweiten Teil, in dem Don Quijote und Sancho Panza Lesern des Ersten Teils begegnen und die falsche Fortsetzung anprangern.

    Segunda parte del ingenioso cavallero don Quixote de la Mancha (Madrid, Juan de la Cuesta, 1615)

  5. Kanonisierung durch die Real Academia Española

    Die Königliche Spanische Akademie gab eine monumentale, von Joaquín Ibarra gedruckte vierbändige illustrierte Ausgabe heraus und erhob das, was einst bloß als komische Unterhaltung galt, zum höchsten literarischen Denkmal Spaniens.

    El ingenioso hidalgo don Quixote de la Mancha, nueva edición corregida por la Real Academia Española (Madrid, Joaquín Ibarra, 1780)


In der Kultur „Don Quijote“

11 Adaptionen und Erwähnungen, 1605–1992

  1. In der Sprache „Gegen Windmühlen kämpfen“

    Aus dem Ersten Teil, Kapitel 8, in dem der Ritter dreißig oder vierzig Windmühlen angreift, die er für ungeheure Riesen hält; die Redewendung ging in Dutzende Sprachen ein und bedeutet, imaginäre Feinde zu bekämpfen oder sich vergeblich dem Unvermeidlichen entgegenzustellen.

    Don Quixote, Part I, Chapter VIII

  2. Kunst Gustave Dorés Holzstich-Illustrationen

    Geschaffen für Louis Viardots französische Übersetzung, prägten Dorés dramatische Stiche weltweit das visuelle Bild des hageren, hochgewachsenen Ritters und seines beleibten Knappen.

    L'Ingénieux Hidalgo Don Quichotte de la Manche (Paris, Hachette, 1863)

  3. Bühne Marius Petipas und Ludwig Minkus’ Ballett Don Quixote

    Vom Bolschoi-Ballett in Moskau uraufgeführt und rund um die Episode der Hochzeit des Camacho aus dem Zweiten Teil aufgebaut, wurde es zu einem der grundlegenden Zugpferde des klassischen Ballettrepertoires.

    Bolshoi Theatre premiere records, December 1869

  4. Musik Richard Strauss’ Tondichtung Don Quixote, op. 35

    Mit dem Untertitel „Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters“ besetzt das Werk ein Solocello als Stimme von Don Quijote sowie eine Solobratsche und eine Tenortuba als Sancho Panza.

  5. Film G. W. Pabsts Don Quichotte mit Fjodor Schaljapin

    Gleichzeitig in einer französischen, englischen und deutschen Fassung mit Musik von Jacques Ibert gedreht, prägte der Film mit der überragenden Darbietung des russischen Basses das Bild des Ritters im frühen Tonfilm.

  6. Kunst Pablo Picassos Tuschezeichnung von Don Quijote und Sancho Panza

    Skizziert für eine Ausgabe von Les Lettres Françaises anlässlich des 350. Jubiläums des Ersten Teils, wurde die schlichte Schwarz-Weiß-Silhouette zu einem der am häufigsten reproduzierten Bilder des zwanzigsten Jahrhunderts.

    Les Lettres Françaises, August 18–24, 1955

  7. Bühne Der Mann von La Mancha am Broadway

    Geschrieben von Dale Wasserman mit Musik von Mitch Leigh und Liedtexten von Joe Darion, bettete das Musical die Geschichte in Cervantes’ Gefängniszelle ein und schenkte der Populärkultur die Hymne „Der unmögliche Traum“ („The Impossible Dream“).

  8. Serie Zeichentrickserie Don Quijote de la Mancha

    Unter der Regie von Cruz Delgado in 39 Episoden für das spanische Fernsehen produziert, brachte die Serie Millionen von Kindern in Europa und Lateinamerika den Roman Folge für Folge näher.

  9. Spiel Don Quijote von Dinamic Software

    Ein zweiteiliges Textadventure aus dem goldenen Zeitalter der spanischen 8-Bit-Computerära, das den Auszug des Ritters für die Heimcomputer ZX Spectrum, Amstrad CPC und MSX adaptierte.

  10. Film Orson Welles’ unvollendeter Don Quijote

    Ab 1957 stückweise auf Welles’ eigene Kosten gedreht und erstmals von Jesús Franco für die Expo ’92 in Sevilla zur Veröffentlichung zusammengestellt, wurde der Film zur archetypischen Kinolegende über die eigene donquichottische Besessenheit eines Regisseurs.

  11. In der Sprache „Donquichottisch“

    Das vom Namen des Protagonisten abgeleitete Adjektiv (im Englischen „quixotic“) beschreibt jemanden, der töricht idealistisch, übertrieben ritterlich oder von edlen, aber weltfremden Visionen geleitet ist.

    Oxford English Dictionary


Fragen und Antworten zu „Don Quijote“ auf Englisch

Kämpft Don Quijote wirklich gegen Windmühlen oder ist das nur ein Sprichwort?

Ja, die Szene steht ganz am Anfang im achten Kapitel des ersten Teils und hat das Sprichwort erst begründet. Don Quijote hält dreißig oder vierzig Windmühlen in der Ebene für Riesen mit langen Armen und reitet trotz Sanchos Warnungen mit eingelegter Lanze auf die erste los. Die Szene ist im Buch nur knapp zwei Seiten lang, wurde aber zum bekanntesten Bild des gesamten Romans.

Ist Don Quijote wirklich verrückt oder tut er nur so?

Er bildet sich seine Ritterwelt tatsächlich ein, ist aber außerhalb dieses Themas ein scharfsinniger und gebildeter Gesprächspartner. Sobald es um Alltag, Politik, Literatur oder Moral geht, redet er so klug, dass seine Zuhörer immer wieder an seinem Wahnsinn zweifeln. Erst wenn das Stichwort fahrendes Rittertum fällt, schaltet sein Verstand sofort wieder in die Illusion um.

Gibt es Dulcinea im Buch überhaupt?

Dulcinea von Toboso existiert nur als Idealbild in Don Quijotes Kopf, hat aber ein reales Vorbild in einem Nachbardorf. Er hat sich eine kräftige Bauerntochter namens Aldonza Lorenzo ausgesucht, die er kaum je aus der Nähe gesehen hat, und sie in seiner Fantasie zur edlen Dame erklärt, weil jeder Ritter eine Herrin braucht. Im gesamten Buch tritt Dulcinea selbst nie als Figur auf, obwohl ständig über sie gesprochen wird.

Warum sind im ersten Teil so viele Geschichten, die gar nichts mit Don Quijote zu tun haben?

Cervantes hat im ersten Teil mehrere eigenständige Novellen eingebaut, weil er fürchtete, dass ein Buch nur über zwei Männer auf der Landstraße zu eintönig würde. Wenn die Reisenden in einem Wirtshaus oder bei Ziegenhirten rasten, erzählen neu dazugekommene Figuren ihre Lebens- und Liebesgeschichten oder lesen ein gefundenes Manuskript vor. Im zweiten Teil macht sich Cervantes über die Kritik der damaligen Leser daran lustig und verzichtet auf solche langen Einschübe.

Muss man Teil 1 und Teil 2 beide lesen oder reicht der erste?

Der erste Teil steht für sich allein und enthält fast alle berühmten Szenen wie die Windmühlen, die Schafherden und die Galeerensträflinge. Viele Leser schätzen aber gerade den zweiten Teil noch mehr, weil dort keine fremden Novellen mehr den Fluss unterbrechen und die Beziehung zwischen Don Quijote und Sancho viel tiefer wird. Wenn du im ersten Teil bei der eingeschobenen Novelle vom „Neugierigen Unbesonnenen“ hängst, kannst du sie überspringen, ohne den Faden der Haupthandlung zu verlieren.

Steht das Lied „The Impossible Dream“ irgendwie im Buch?

Nein, weder das Lied noch eine vergleichbare Rede kommt im Roman vor. Der Song stammt aus dem amerikanischen Broadway-Musical „Man of La Mancha“ von 1965, das Don Quijote viel romantischer und feierlicher zeichnet als Cervantes. Das Buch selbst ist deutlich ironischer und bodenständiger und lässt seinen Helden oft ziemlich unheroisch dastehen.

Warum liest sich ein Buch aus dem Jahr 1605 auf Englisch wie ein Text aus dem 19. Jahrhundert?

Weil du kein englisches Original aus der Zeit Shakespeares liest, sondern eine Übersetzung aus dem Spanischen von 1885. Der Übersetzer hat für Don Quijotes altertümliche Ritterreden auf das viktorianische Bibel- und Bühnenenglisch mit „thou“ und „thee“ zurückgegriffen, um den Kontrast zum normalen Ton abzubilden. Dadurch klingt das Englisch stellenweise älter als das Jahrhundert, in dem die Übersetzung entstanden ist.

Ist das Buch heute noch lustig oder nur noch Pflichtlektüre für die Schule?

Die Dialoge zwischen dem pathetischen Ritter und seinem pragmatischen Knappen funktionieren bis heute wie ein modernes Comedy-Duo. Was heute beim Lesen eher befremdet, ist der derbe körperliche Humor der damaligen Zeit, bei dem beide Figuren regelmäßig verprügelt werden oder Zähne verlieren. Wer über diesen rauen Slapstick hinwegkommt, merkt schnell, wie scharf das Buch menschliche Selbsttäuschung beobachtet.

Wurde Don Quijote damals eigentlich verboten?

Nein, das Buch war vom ersten Jahr an ein riesiger Verkaufserfolg in ganz Europa und wurde nicht verboten. Die spanische Inquisition ließ lediglich einzelne Sätze streichen, etwa eine Bemerkung darüber, dass Werke der Nächstenliebe, die man nachlässig ausführt, keinen Wert haben. Cervantes selbst hatte zwar ein bewegtes Leben mit Gefangenschaft in Algier und Schuldturm, aber sein Roman durfte frei gedruckt werden.

Welche Verfilmung hält sich am engsten an das Buch?

Kein einzelner Spielfilm schafft das wirklich, weil die Vorlage viel zu lang und episodisch ist. Am nächsten kommt dem ersten Teil die spanische Fernsehserie „El Quijote de Miguel de Cervantes“ von 1991, während der zweite Teil im Kino fast immer weggelassen oder stark verkürzt wird. Bekannte Filme wie Terry Gilliams „The Man Who Killed Don Quixote“ nutzen die Figuren nur als Ausgangspunkt für eine ganz eigene Geschichte.


Steckbrief zu „Don Quijote“

16 Angaben zu Ausgabedaten und gemessenen Textmerkmalen. Alles nachprüfbar.

Originaltitel
Don Quixote · „Don Quijote“
Autor
Miguel de Cervantes · 1547–1616
Ersterscheinung
1605
Originalsprache
Englisch
Genre
Klassiker · Abenteuer
Stimmung
Witzig
Themen
Identität · Freundschaft · Gesellschaft · Treue
Schauplatz
La Mancha, Aragonien und Barcelona in Spanien · Frühes 17. Jahrhundert
Verschiedene Wörter
15.887
Wörter pro Satz
39 Wörter
Niveau des Originals
C2
Versionen
C2
Umfang des Originals
180 Kap. · 450.010 Wörter
Lesezeit
~41 Std. 40 Min.
Übersetzer
John Ormsby
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EPUB

Über den Autor Miguel de Cervantes Saavedra, „Don Quijote“

Miguel de Cervantes Saavedra

1547–16161 Buch hier

Lebensdaten
1547–1616
Geburtsort
Alcalá de Henares, Spain
Wohnorte
Spain
Sterbeort
Madrid, Spain
Weitere Berufe
soldier, tax collector
Sprache der Werke
Spanish
Bücher im Katalog
1 Buch hier

Spanish novelist and playwright, author of Don Quixote, the book that made him a central figure of early modern fiction.

Born in Alcalá de Henares to a modest family. He served as a soldier in the Spanish fleet and fought at the Battle of Lepanto in 1571, where he lost the use of his left hand. He was captured by pirates and held captive in Algiers for five years.

After returning to Spain, he worked as a purchasing agent and tax collector, and was imprisoned at least twice for accounting irregularities. He began writing plays and poetry, but achieved little success until the publication of Don Quixote in 1605. The novel was an immediate success and was followed by a second part in 1615.

Don Quixote is often described as the first modern novel, and it influenced the development of the novel as a genre. Cervantes also wrote other works, including the Novelas ejemplares (Exemplary Novels) and a collection of plays. He died in Madrid in 1616, the same year as William Shakespeare.


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Buchseite 0.2.0 · 22. Okt. 2026

C2Original1636 Seiten