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Moby-Dick; oder: Der Wal auf Englisch

Moby DickHerman Melvillei
OriginalC2SpracheAmerikanisches Englisch · vor dem Bürgerkrieg · 1851GenreKlassikerStimmungTrostlosRacheNaturHörbuch

Ein junger Matrose heuert auf einem Walfänger an und merkt erst auf hoher See, dass sein einbeiniger Kapitän das Schiff und die gesamte Mannschaft für einen persönlichen Rachefeldzug gegen einen bestimmten weißen Wal einsetzt.

Das Buch beginnt an Land als fast komische Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Erzähler Ishmael und dem tätowierten Harpunier Queequeg. Sobald die Pequod in See sticht, ändert das Buch seine Form: Es wird zu einer Mischung aus Abenteuerbericht, Sachbuch über den Walfang, Theaterszenen mit Regieanweisungen und philosophischem Essay. Ganze Kapitel erklären die Anatomie des Pottwals, das Auskochen des Specks oder die Knoten an den Harpunenleinen, bevor die eigentliche Jagd weitergeht. Die Sprache wechselt dabei ständig zwischen dem rauen Seemannston der Mannschaft und einer feierlichen, fast biblischen Prosa in langen, verschachtelten Sätzen.

Gefällt dir, wenn
  • du genaue Beschreibungen von altem Handwerk, Seefahrt und Naturkunde magst
  • du ein Buch suchst, das sich Zeit für große Fragen über Schicksal und Besessenheit nimmt
  • dir trockener, schräger Humor gefällt, besonders in den ersten Kapiteln an Land
  • du Freude an einer bildreichen Sprache mit vielen Vergleichen hast
Eher nichts für dich, wenn
  • du eine durchgehende, schnelle Abenteuerhandlung ohne Abschweifungen erwartest
  • dich dutzende Kapitel über Wal-Anatomie und Walfangtechnik im Mittelteil langweilen
  • du viel Dialog suchst – das Buch besteht überwiegend aus Beschreibung und innerer Betrachtung
  • dir der getragene, oft predigthafte Ton aus dem 19. Jahrhundert zu schwerfällig ist

Was für ein Buch „Moby-Dick; oder: Der Wal“ ist


Versionen von „Moby-Dick; oder: Der Wal“ auf Englisch: C2

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NiveauA1–A2B1–B2C1–C2ohne Niveauverschiedene WörterWörter pro SatzSeitenHörbuch
C2A1–A272 %B1–B216 %C1–C20 %ohne Niveau 12 % verschiedene Wörter 12.520Wörter pro Satz 22,4Seiten774HörbuchOriginal · Text des Autors · Englisch aus der Zeit vor dem BürgerkriegDie Ausgabe von Standard Ebooks verwendet die britische Schreibweise
Original · Text des Autors · Englisch aus der Zeit vor dem BürgerkriegDie Ausgabe von Standard Ebooks verwendet die britische SchreibweiseC2A1–A272 %B1–B216 %C1–C20 %ohne Niveau 12 %verschiedene Wörter 12.520pro Satz 22,4774Seiten26Stunden

Wortschatz nach Niveau

  • A1 56%
  • A2 16%
  • B1 9%
  • B2 7%
  • nicht im Wörterbuch 6%

Über diese Ausgabe Original · C2

This edition is at level C2. At this level you can read almost any text with ease. This is the complete original text of Moby Dick. It was written by Herman Melville. It was first published in 1851. Its measured level is C2. It has 214639 words. Sentences are 24.4 words long on average. Reading it takes about twenty hours.

About the level

This original text is C2 on the NewGen Books scale (version 1.2), measured from the text itself. On the Flesch–Kincaid formula's US school scale it reads at grade 10. In the CEFR's words, a C2 reader “can read virtually all forms of the written language including classical or colloquial literary and non-literary writings in different genres, appreciating subtle distinctions of style and implicit as well as explicit meaning.”


Leseprobe aus „Moby-Dick; oder: Der Wal“ auf Englisch

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Original · C2184 Wörter

There now is your insular city of the Manhattoes, belted round by wharves as Indian isles by coral reefs—commerce surrounds it with her surf. Right and left, the streets take you waterward. Its extreme downtown is the battery, where that noble mole is washed by waves, and cooled by breezes, which a few hours previous were out of sight of land. Look at the crowds of water-gazers there.

Circumambulate the city of a dreamy Sabbath afternoon. Go from Corlears Hook to Coenties Slip, and from thence, by Whitehall, northward. What do you see?—Posted like silent sentinels all around the town, stand thousands upon thousands of mortal men fixed in ocean reveries. Some leaning against the spiles; some seated upon the pier-heads; some looking over the bulwarks of ships from China; some high aloft in the rigging, as if striving to get a still better seaward peep. But these are all landsmen; of week days pent up in lath and plaster—tied to counters, nailed to benches, clinched to desks. How then is this? Are the green fields gone? What do they here?

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Die Originalsprache von „Moby-Dick; oder: Der Wal“ und was sie dir bringt

Wie schwer die Sprache ist C2

Das Original erreicht das höchste Niveau C2. Zwar gehören insgesamt 72 % der Wörter zum Grundwortschatz (56 % A1, 16 % A2), aber bei über 212.000 Wörtern triffst du auf fast 17.000 verschiedene Wortformen. Etwa 7 % der Wörter liegen außerhalb der 5.000 häufigsten englischen Begriffe, und 6 % stehen in keinem normalen Wörterbuch, weil es sich um Seemannssprache, alte Formen oder eigene Wortschöpfungen von Melville handelt. Dazu kommt eine durchschnittliche Satzlänge von 22,4 Wörtern, wobei viele Sätze sich über ganze Absätze erstrecken.

Was das praktisch heißt: Im Original ein echtes Mammutprojekt für sehr sichere Leser (C2), die keine Angst vor Seemanns-Fachwörtern und langen Satzgebilden haben.

Worauf du dich einstellen solltest

Amerikanisches Englisch (1851). Die Prosa stammt aus der Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und verbindet gehobene, philosophische Erzählung mit genauer Fachsprache des Walfangs.
Biblische Fürwörter. Der Text nutzt mäßig viele veraltete Formen, vor allem die alten Anreden «thou», «thee» und «thy» (wie im Quäker-Englisch aus Nantucket und in Ahab-Monologen), enthält aber keine Verse.
Yankee-Seemannssprache. Die amerikanischen Matrosen und Steuerleute sprechen ein leicht gefärbtes, umgangssprachliches Neuengland-Englisch voller biblischer Wendungen und seemännischer Ausdrücke.
Gebrochenes Englisch. Queequeg und die anderen Harpunierer, deren Muttersprache nicht Englisch ist sprechen ein leicht vereinfachtes Englisch mit fremdem Akzent und verkürzter Grammatik.

Wie du es liest und nicht aufhörst

  • Lass dich von langen Sätzen mit vielen Kommas und Semikolons nicht ausbremsen: Anders als im Deutschen steht das Verb im Englischen meist früh beim Subjekt – halte dich im Satzbau an dieses Grundgerüst (Subjekt-Verb-Objekt), bevor du die vielen Einschübe auflöst.
  • Die alten Formen «thou» (du), «thee» (dich/dir) und «thy» (dein) sind für Deutschsprachige leicht zu durchschauen, weil sie genau unserem «du» entsprechen («you» gehört eher zu «Sie» oder «ihr») und oft sogar ähnlich klingen (thou/du, thy/dein).
  • Achte auf klassische falsche Freunde im Text: «sensible» heißt hier vernünftig oder spürbar (nicht sensibel), «eventually» bedeutet schließlich (nicht eventuell), und «become» heißt werden (nicht bekommen).
  • Mitten in einem Satz großgeschriebene Wörter sind im Englischen entweder Eigennamen oder bei Melville bewusst betonte Begriffe (wie «Leviathan» oder «Fate») – lass dich als deutscher Leser davon nicht verwirren, normale Substantive bleiben klein.

Inhalt von „Moby-Dick; oder: Der Wal“ · 139 Kapitel

  1. DedicationSeite 1
  2. Etymology: (Supplied by a Late Consumptive Usher to a Grammar School)Seite 1
  3. Extracts: (Supplied by a Sub-Sub-Librarian)Seite 1
  4. I: LoomingsSeite 14
  5. II: The CarpetbagSeite 22
  6. III: The Spouter-InnSeite 27
Alle 139 Kapitel
  1. III: The Spouter-Inn (Fortsetzung)Seite 38
  2. IV: The CounterpaneSeite 48
  3. V: BreakfastSeite 54
  4. VI: The StreetSeite 57
  5. VII: The ChapelSeite 60
  6. VIII: The PulpitSeite 63
  7. IX: The SermonSeite 67
  8. IX: The Sermon (Fortsetzung)Seite 73
  9. X: A Bosom FriendSeite 80
  10. XI: NightgownSeite 85
  11. XII: BiographicalSeite 88
  12. XIII: WheelbarrowSeite 91
  13. XIV: NantucketSeite 97
  14. XV: ChowderSeite 100
  15. XVI: The ShipSeite 104
  16. XVI: The Ship (Fortsetzung)Seite 115
  17. XVII: The RamadanSeite 124
  18. XVIII: His MarkSeite 133
  19. XIX: The ProphetSeite 137
  20. XX: All AstirSeite 142
  21. XXI: Going AboardSeite 145
  22. XXII: Merry ChristmasSeite 149
  23. XXIII: The Lee ShoreSeite 155
  24. XXIV: The AdvocateSeite 156
  25. XXV: PostscriptSeite 162
  26. XXVI: Knights and SquiresSeite 163
  27. XXVII: Knights and SquiresSeite 168
  28. XXVIII: AhabSeite 174
  29. XXIX: Enter Ahab; To Him, StubbSeite 179
  30. XXX: The PipeSeite 183
  31. XXXI: Queen MabSeite 184
  32. XXXII: CetologySeite 187
  33. XXXII: Cetology (Fortsetzung)Seite 197
  34. XXXIII: The SpecksnyderSeite 206
  35. XXXIV: The Cabin-TableSeite 210
  36. XXXV: The MastheadSeite 218
  37. XXXVI: The QuarterdeckSeite 227
  38. XXXVII: SunsetSeite 237
  39. XXXVIII: DuskSeite 239
  40. XXXIX: First Night-WatchSeite 240
  41. XL: Midnight, ForecastleSeite 241
  42. XLI: Moby DickSeite 247
  43. XLI: Moby Dick (Fortsetzung)Seite 254
  44. XLII: The Whiteness of the WhaleSeite 260
  45. XLIII: Hark!Seite 274
  46. XLIV: The ChartSeite 275
  47. XLV: The AffidavitSeite 282
  48. XLVI: SurmisesSeite 295
  49. XLVII: The Mat-MakerSeite 299
  50. XLVIII: The First LoweringSeite 302
  51. XLVIII: The First Lowering (Fortsetzung)Seite 309
  52. XLIX: The HyenaSeite 316
  53. L: Ahab’s Boat and Crew. FedallahSeite 319
  54. LI: The Spirit-SpoutSeite 323
  55. LII: The AlbatrossSeite 328
  56. LIII: The GamSeite 331
  57. LIV: The Town-Ho ’s StorySeite 337
  58. LIV: The Town-Ho ’s Story · Teil 2Seite 346
  59. LIV: The Town-Ho ’s Story · Teil 3Seite 356
  60. LV: Of the Monstrous Pictures of WhalesSeite 366
  61. LVI: Of the Less Erroneous Pictures of Whales, and the True Pictures of Whaling ScenesSeite 373
  62. LVII: Of Whales in Paint; in Teeth; in Wood; in Sheet-Iron; in Stone; in Mountains; in StarsSeite 377
  63. LVIII: BritSeite 381
  64. LIX: SquidSeite 384
  65. LX: The LineSeite 388
  66. LXI: Stubb Kills a WhaleSeite 393
  67. LXII: The DartSeite 400
  68. LXIII: The CrotchSeite 402
  69. LXIV: Stubb’s SupperSeite 404
  70. LXV: The Whale as a DishSeite 415
  71. LXVI: The Shark MassacreSeite 418
  72. LXVII: Cutting InSeite 420
  73. LXVIII: The BlanketSeite 423
  74. LXIX: The FuneralSeite 427
  75. LXX: The SphynxSeite 429
  76. LXXI: The Jeroboam ’s StorySeite 432
  77. LXXII: The Monkey-RopeSeite 440
  78. LXXIII: Stubb and Flask Kill a Right Whale; and Then Have a Talk Over HimSeite 446
  79. LXXIV: The Sperm Whale’s Head—Contrasted ViewSeite 454
  80. LXXV: The Right Whale’s Head—Contrasted ViewSeite 460
  81. LXXVI: The Battering-RamSeite 464
  82. LXXVII: The Great Heidelburgh TunSeite 468
  83. LXXVIII: Cistern and BucketsSeite 470
  84. LXXIX: The PrairieSeite 476
  85. LXXX: The NutSeite 479
  86. LXXXI: The Pequod Meets the VirginSeite 483
  87. LXXXI: The Pequod Meets the Virgin (Fortsetzung)Seite 491
  88. LXXXII: The Honor and Glory of WhalingSeite 498
  89. LXXXIII: Jonah Historically RegardedSeite 502
  90. LXXXIV: PitchpolingSeite 505
  91. LXXXV: The FountainSeite 508
  92. LXXXVI: The TailSeite 516
  93. LXXXVII: The Grand ArmadaSeite 522
  94. LXXXVII: The Grand Armada (Fortsetzung)Seite 531
  95. LXXXVIII: Schools and SchoolmastersSeite 540
  96. LXXXIX: Fast-Fish and Loose-FishSeite 544
  97. XC: Heads or TailsSeite 549
  98. XCI: The Pequod Meets the Rose-BudSeite 553
  99. XCII: AmbergrisSeite 562
  100. XCIII: The CastawaySeite 565
  101. XCIV: A Squeeze of the HandSeite 571
  102. XCV: The CassockSeite 576
  103. XCVI: The Try-WorksSeite 577
  104. XCVII: The LampSeite 584
  105. XCVIII: Stowing Down and Clearing UpSeite 585
  106. XCIX: The DoubloonSeite 589
  107. C: Leg and ArmSeite 597
  108. CI: The DecanterSeite 607
  109. CII: A Bower in the ArsacidesSeite 614
  110. CIII: Measurement of the Whale’s SkeletonSeite 619
  111. CIV: The Fossil WhaleSeite 623
  112. CV: Does the Whale’s Magnitude Diminish?—Will He Perish?Seite 628
  113. CVI: Ahab’s LegSeite 633
  114. CVII: The CarpenterSeite 637
  115. CVIII: Ahab and the CarpenterSeite 641
  116. CIX: Ahab and Starbuck in the CabinSeite 646
  117. CX: Queequeg in His CoffinSeite 650
  118. CXI: The PacificSeite 658
  119. CXII: The BlacksmithSeite 659
  120. CXIII: The ForgeSeite 663
  121. CXIV: The GilderSeite 667
  122. CXV: The Pequod Meets the BachelorSeite 669
  123. CXVI: The Dying WhaleSeite 672
  124. CXVII: The Whale WatchSeite 674
  125. CXVIII: The QuadrantSeite 676
  126. CXIX: The CandlesSeite 679
  127. CXX: The Deck Towards the End of the First Night WatchSeite 688
  128. CXXI: Midnight.—The Forecastle BulwarksSeite 689
  129. CXXII: Midnight Aloft.—Thunder and LightningSeite 691
  130. CXXIII: The MusketSeite 691
  131. CXXIV: The NeedleSeite 696
  132. CXXV: The Log and LineSeite 700
  133. CXXVI: The Life-BuoySeite 704
  134. CXXVII: The DeckSeite 709
  135. CXXVIII: The Pequod Meets the RachelSeite 712
  136. CXXIX: The CabinSeite 717
  137. CXXX: The HatSeite 719
  138. CXXXI: The Pequod Meets the DelightSeite 725
  139. CXXXII: The SymphonySeite 727
  140. CXXXIII: The Chase—First DaySeite 732
  141. CXXXIII: The Chase—First Day (Fortsetzung)Seite 739
  142. CXXXIV: The Chase—Second DaySeite 745
  143. CXXXV: The Chase—Third DaySeite 757
  144. CXXXV: The Chase—Third Day (Fortsetzung)Seite 766
  145. EpilogueSeite 774

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Rezensionen zu „Moby-Dick; oder: Der Wal“

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Die Geschichte hinter „Moby-Dick; oder: Der Wal“

  1. Der Untergang des Walfangschiffs Essex

    Ein Pottwal rammte im Südpazifik den Walfänger Essex aus Nantucket und riss ein Leck in den Rumpf – eine reale Schiffskatastrophe, die zusammen mit der Legende eines wilden Albinowals namens Mocha Dick Melvilles Handlung inspirierte.

    Owen Chase's 1821 narrative

  2. Die Begegnung mit Nathaniel Hawthorne

    Auf halbem Weg beim Schreiben dessen, was als geradliniges Seemannsgarn über den Walfang begann, lernte Melville seinen Nachbarn Nathaniel Hawthorne kennen, dessen düstere, allegorische Prosa ihn dazu inspirierte, das Manuskript radikal zu einer Hawthorne gewidmeten philosophischen Tragödie umzuschreiben.

    Melville's letters to Nathaniel Hawthorne

  3. Der fehlende britische Epilog

    Zuerst in London in drei Bänden unter dem Titel ‚The Whale‘ veröffentlicht, ließ die britische Ausgabe versehentlich den Epilog aus, der erklärte, wie Ismael überlebte, was die Rezensenten vor ein Rätsel stellte, wie ein toter Mann das Buch erzählen konnte.

    Richard Bentley & Son first edition

  4. Amerikanische Veröffentlichung und kommerzieller Misserfolg

    Harper & Brothers veröffentlichte den vollständigen Text einen Monat später in New York unter dem Titel ‚Moby-Dick; or, The Whale‘, doch ratlose Kritiker und schlechte Verkaufszahlen führten dazu, dass das Buch zum Zeitpunkt von Melvilles Tod im Jahr 1891 nahezu vergessen war.

    Harper & Brothers archive

  5. Die Melville-Renaissance

    Rund um den hundertsten Geburtstag Melvilles entdeckten Wissenschaftler unter der Leitung von Raymond Weaver den Roman wieder und erhoben ihn rasch von einer vergessenen Seegeschichte zum Gipfel der amerikanischen Literatur.

    Raymond Weaver, 'Herman Melville: Mariner and Mystic' (1921)


In der Kultur „Moby-Dick; oder: Der Wal“

12 Adaptionen und Erwähnungen, 1851–2015

  1. In der Sprache „Nennt mich Ismael“

    Der aus drei Wörtern bestehende Eröffnungssatz des Romans wurde zu einer der bekanntesten Zeilen der Weltliteratur und wird oft verwendet, um das Gefühl heraufzubeschwören, ein Außenseiter oder einsamer Zeuge zu sein.

  2. In der Sprache „Weißer Wal“

    Ahabs Beute ging in den allgemeinen Sprachgebrauch als Redewendung für jedes obsessive, alles verzehrende Streben ein, das die Person, die ihm nachjagt, zu zerstören droht.

  3. Kunst Rockwell Kents Zeichnungen

    Der amerikanische Künstler Rockwell Kent schuf fast dreihundert kontrastreiche, dramatische Federzeichnungen für eine Ausgabe der Lakeside Press, die über Generationen hinweg die visuelle Bildsprache des Buches prägten.

  4. Bühne Orson Welles’ ‚Moby Dick—Rehearsed‘

    Orson Welles schrieb und inszenierte ein minimalistisches Londoner Bühnenstück, in dem eine Shakespeare-Truppe aus dem 19. Jahrhundert ‚König Lear‘ probt, bevor sie die leere Bühne in das Deck der Pequod verwandelt.

  5. Film John Hustons Verfilmung

    Regisseur John Huston und Co-Autor Ray Bradbury adaptierten den Roman zu einem großen Kinofilm mit Gregory Peck in der Hauptrolle als strengem, an Lincoln erinnerndem Kapitän Ahab.

  6. In der Sprache Starbucks Coffee

    Das Kaffeeunternehmen aus Seattle übernahm seinen Namen von Starbuck, dem pragmatischen Ersten Steuermann der Pequod, nachdem die Gründer den Namen ‚Pequod‘ verworfen hatten.

  7. Film ‚Star Trek II: Der Zorn des Khan‘

    Bösewicht Khan Noonien Singh orientiert sich in seiner Besessenheit von Captain Kirk direkt an Ahab, bewahrt im Exil ein Exemplar von Melvilles Buch auf und zitiert mit seinen letzten Atemzügen Ahabs Sterbemonolog.

  8. Kunst Frank Stellas Moby-Dick-Serie

    Der abstrakte Künstler Frank Stella begann ein elfjähriges Projekt, in dessen Rahmen er 266 gewaltige Skulpturen, Drucke und Metallreliefs schuf und die Werke nach den 135 Kapiteln des Romans benannte.

  9. Serie Fernseh-Miniserie mit Patrick Stewart

    Patrick Stewart spielte die Hauptrolle des Ahab in einer zweiteiligen Fernseh-Miniserie, die hohe Einschaltquoten erzielte und in der Gregory Peck einen mit dem Golden Globe ausgezeichneten Gastauftritt als Vater Mapple hatte.

  10. Musik Mastodons ‚Leviathan‘

    Die Heavy-Metal-Band Mastodon veröffentlichte ein von der Kritik gefeiertes Konzeptalbum, das vollständig auf dem Roman aufbaut und die Durchbruch-Single ‚Blood and Thunder‘ enthält.

  11. Bühne Jake Heggies Oper ‚Moby-Dick‘

    Komponist Jake Heggie und Librettist Gene Scheer brachten an der Dallas Opera eine große Opernadaption zur Uraufführung, die Ahabs Monologe und die Arbeit der Mannschaft in ein orchestrales Drama verwandelte.

  12. Spiel ‚Metal Gear Solid V: The Phantom Pain‘

    Hideo Kojimas Stealth-Spiel durchtränkt seine Geschichte mit Anspielungen auf Melville und lässt den Spieler in die Rolle von ‚Ahab‘ schlüpfen, der von einem bandagierten Krankenhauspatienten namens ‚Ishmael‘ an Bord eines Hubschraubers namens ‚Pequod‘ geleitet wird.


Fragen und Antworten zu „Moby-Dick; oder: Der Wal“ auf Englisch

basiert moby dick auf einer wahren geschichte

Ja, Melville ließ sich von zwei echten Ereignissen inspirieren. Im Jahr 1820 wurde das amerikanische Walfangschiff Essex im Pazifik von einem riesigen Pottwal gerammt und versenkt. Außerdem gab es in den Jahrzehnten davor tatsächlich einen berüchtigten, aggressiven weißen Pottwal vor der chilenischen Küste, den die Seeleute «Mocha Dick» nannten.

beginnt das buch wirklich mit call me ishmael

Ja, «Call me Ishmael» ist tatsächlich der erste Satz des ersten Kapitels. Vor dem ersten Kapitel stehen im Original allerdings noch zwei Vorab-Abschnitte («Etymology» und «Extracts») mit einer langen Sammlung von Wal-Zitaten aus der Weltliteratur.

kann man die walfang kapitel überspringen

Man kann sie querlesen, verpasst dann aber den eigentlichen Kern des Buches. Die Kapitel über Walarten, Harpunen und das Auskochen des Specks machen fast die Hälfte des Textes aus und zeigen erst, in welcher Welt die Mannschaft lebt und arbeitet. Wer nur die reine Verfolgungsjagd liest, hat am Ende ein sehr kurzes Buch.

warum hasst ahab den wal so sehr

Ahab hat auf einer früheren Reise durch Moby Dick sein Bein verloren, aber es geht ihm um mehr als nur körperliche Rache. Für Ahab ist der weiße Wal die Verkörperung all dessen, was dem Menschen in der Welt kalt, bösartig und übermächtig gegenübersteht. Wenn er auf den Wal einschlägt, will er das Schicksal selbst treffen.

wann taucht moby dick im buch überhaupt auf

Der Wal selbst zeigt sich erst ganz am Ende, in den letzten drei Tagen der Jagd. Vorher ist er über hunderte Seiten nur ein Gerücht, sein fehlendes Bein und das Thema von Gesprächen mit anderen Schiffen, denen die Pequod unterwegs begegnet.

wer ist der erzähler wenn sich das buch mittendrin ändert

Der Matrose Ishmael beginnt als klassischer Ich-Erzähler, tritt aber auf hoher See immer weiter in den Hintergrund. Später berichtet das Buch von Gesprächen unter Deck oder von Ahabs einsamen Gedanken in seiner Kajüte, bei denen Ishmael gar nicht dabei gewesen sein kann. Melville wechselt dort einfach zum allwissenden Erzähler und schreibt einzelne Kapitel sogar wie ein Theaterstück.

welcher film hält sich am engsten an das buch

Die bekannteste Verfilmung von John Huston aus dem Jahr 1956 mit Gregory Peck (Drehbuch: Ray Bradbury) fängt die Stimmung gut ein, streicht aber fast alle Sachkapitel und strafft die Handlung stark. Kein Film bildet die enzyklopädische Struktur des Buches ab, weil die Kinoversionen sich immer auf die reine Jagd konzentrieren.

warum brechen so viele das buch ab

Die meisten Leser geben um Kapitel 32 («Cetology») herum auf, kurz nachdem das Schiff endlich abgelegt hat. Genau an der Stelle, an der man ein spannendes Seeabenteuer erwartet, bremst Melville die Handlung komplett aus und teilt Wale wie in einem alten Lexikon nach Buchformaten ein. Wer weiß, dass dieser Wechsel zwischen Handlung und Sachbuch das Prinzip des Romans ist, kommt viel leichter durch.

ist moby dick ein kinderbuch oder jugendbuch

Nein, das Original ist ein philosophischer Roman für Erwachsene. Der Eindruck entsteht nur, weil die Grundgeschichte von der Waljagd im 20. Jahrhundert unzählige Male stark gekürzt als Jugendabenteuer oder Comic nacherzählt wurde.


Steckbrief zu „Moby-Dick; oder: Der Wal“

15 Angaben zu Ausgabedaten und gemessenen Textmerkmalen. Alles nachprüfbar.

Originaltitel
Moby Dick · „Moby-Dick; oder: Der Wal“
Autor
Herman Melville · 1819–1891
Ersterscheinung
1851
Originalsprache
Englisch
Genre
Klassiker · Abenteuer
Stimmung
Trostlos
Themen
Rache · Natur · Ehrgeiz · Überleben
Schauplatz
Nantucket, New Bedford und die Weltmeere (Atlantik, Indischer Ozean, Pazifik) · Mitte des 19. Jahrhunderts (ca. 1840er Jahre)
Verschiedene Wörter
16.945
Wörter pro Satz
22 Wörter
Niveau des Originals
C2
Versionen
C2
Umfang des Originals
151 Kap. · 212.909 Wörter
Lesezeit
~19 Std. 40 Min.
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EPUB

Über den Autor Herman Melville, „Moby-Dick; oder: Der Wal“

Herman Melville

1819–18911 Buch hier

Lebensdaten
1819–1891
Geburtsort
New York City, United States
Wohnorte
New York City and Pittsfield, Massachusetts
Sterbeort
New York City, United States
Weitere Berufe
sailor, customs inspector
Sprache der Werke
English
Bücher im Katalog
1 Buch hier

American novelist and sailor whose years at sea supplied the material for his best-known work, Moby-Dick.

Born in New York City in 1819 to a merchant family. After his father's death, he worked as a clerk and then went to sea as a cabin boy and later a sailor. He deserted a whaling ship in the Pacific and spent time among islanders, experiences that fed his early novels.

His early books, Typee and Omoo, were popular adventure stories. Moby-Dick (1851), based on his whaling experience, was not a success in his lifetime. He continued writing novels, short stories, and poetry, but his reputation declined and he took a job as a customs inspector in New York.

After his death in 1891, his work was largely forgotten until the 1920s, when scholars and readers began to reassess Moby-Dick as a major American novel. His other works, including Billy Budd, were also rediscovered.


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