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Jahrmarkt der Eitelkeit auf Englisch

Vanity FairWilliam Makepeace Thackerayi
OriginalC2SpracheBritisches Englisch · frühviktorianisch · 1848GenreKlassikerStimmungWitzigGesellschaftEhrgeizHörbuch

Zwei Schulfreundinnen gehen in England zur Zeit der Napoleonischen Kriege völlig unterschiedliche Wege: Die mittellose Becky Sharp kämpft sich berechnend nach oben, während die sanfte, wohlhabende Amelia Sedley an ihrer eigenen Arglosigkeit scheitert.

Der Roman verfolgt die Lebenswege von Becky und Amelia parallel über fast zwanzig Jahre hinweg, von der Schulzeit über die Schlacht bei Waterloo bis ins mittlere Alter. Thackeray tritt dabei selbst als Puppenspieler auf, der die Handlung immer wieder unterbricht, um direkt mit dir über die Heuchelei seiner Figuren zu plaudern. Aufgebaut ist das Buch als breites Gesellschaftspanorama, das vom Londoner Stadthaus über verschuldete Landsitze bis an die Höfe deutscher Kleinstaaten reicht. Die Sprache ist frühviktorianisches britisches Englisch von 1848, geprägt von langen, verschachtelten Sätzen voller Ironie. Da der Erzähler den Ton der damaligen Oberschicht nachahmt und ihn zugleich trocken kommentiert, liest sich der Text eher wie ein langes, spöttisches Gespräch als wie ein straffes Drama.

Gefällt dir, wenn
  • du scharfe Satire auf Reichtum, Standesdünkel und soziale Kletterei magst
  • dir moralisch zweideutige Hauptfiguren lieber sind als reine Vorbilder
  • du einen Erzähler schätzt, der sich einmischt und das Geschehen ironisch kommentiert
  • du gerne verfolgst, wie sich das Leben einer ganzen Gruppe über Jahrzehnte verändert
Eher nichts für dich, wenn
  • du klare Sympathieträger brauchst, mit denen du ungeteilt mitfiebern kannst
  • dich ein allwissender Erzähler stört, der die Handlung für eigene Betrachtungen anhält
  • dir eine straffe Handlung wichtiger ist als ausführliche Schilderungen des gesellschaftlichen Alltags
  • du bei sehr langen Büchern mit gemächlichem Erzähltempo schnell die Geduld verlierst

Was für ein Buch „Jahrmarkt der Eitelkeit“ ist


Versionen von „Jahrmarkt der Eitelkeit“ auf Englisch: C2

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NiveauA1–A2B1–B2C1–C2ohne Niveauverschiedene WörterWörter pro SatzSeitenHörbuch
C2A1–A278 %B1–B214 %C1–C20 %ohne Niveau 8 % verschiedene Wörter 9.580Wörter pro Satz 23,5Seiten1103HörbuchOriginal · Text des Autors · frühviktorianisches Englisch
Original · Text des Autors · frühviktorianisches EnglischC2A1–A278 %B1–B214 %C1–C20 %ohne Niveau 8 %verschiedene Wörter 9.580pro Satz 23,51103Seiten38Stunden

Wortschatz nach Niveau

  • A1 64%
  • A2 14%
  • B1 8%
  • B2 6%
  • nicht im Wörterbuch 4%

Über diese Ausgabe Original · C2

This is the C2 edition of Vanity Fair. C2 means you can read long and complex texts with ease. This is the complete original text by William Makepeace Thackeray. It was first published in the year 1848. It has 305455 words in total. The average sentence has about 24 words in it. Reading the book takes about twenty eight hours of time.

About the level

This original text is C2 on the NewGen Books scale (version 1.2), measured from the text itself. On the Flesch–Kincaid formula's US school scale it reads at grade 10. In the CEFR's words, a C2 reader “can read virtually all forms of the written language including classical or colloquial literary and non-literary writings in different genres, appreciating subtle distinctions of style and implicit as well as explicit meaning.”


Leseprobe aus „Jahrmarkt der Eitelkeit“ auf Englisch

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Original · C2186 Wörter

As the manager of the Performance sits before the curtain on the boards and looks into the Fair, a feeling of profound melancholy comes over him in his survey of the bustling place. There is a great quantity of eating and drinking, making love and jilting, laughing and the contrary, smoking, cheating, fighting, dancing and fiddling; there are bullies pushing about, bucks ogling the women, knaves picking pockets, policemen on the lookout, quacks (other quacks, plague take them!) bawling in front of their booths, and yokels looking up at the tinselled dancers and poor old rouged tumblers, while the light-fingered folk are operating upon their pockets behind. Yes, this is Vanity Fair; not a moral place certainly; nor a merry one, though very noisy. Look at the faces of the actors and buffoons when they come off from their business; and Tom Fool washing the paint off his cheeks before he sits down to dinner with his wife and the little Jack Puddings behind the canvas. The curtain will be up presently, and he will be turning over head and heels, and crying, “How are you?”

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Die Originalsprache von „Jahrmarkt der Eitelkeit“ und was sie dir bringt

Wie schwer die Sprache ist C2

Das Original erreicht das Niveau C2 und verlangt mit über 303.000 Wörtern sowie fast 15.000 verschiedenen Wortformen viel Ausdauer. Zwar fallen 78 Prozent des Wortschatzes in den Grundbereich A1 und A2, doch fünf Prozent liegen jenseits der 5.000 häufigsten Wörter und weitere vier Prozent außerhalb heutiger Wörterbücher. Die eigentliche Hürde ist der Satzbau: Im Schnitt hat ein Satz 23,5 Wörter, oft aufgeteilt in verschachtelte Konstruktionen, in denen sich der Ton der feinen Gesellschaft mit moralischen Kommentaren mischt.

Was das praktisch heißt: Ein sprachlich anspruchsvolles Original auf C2-Niveau, das vor allem durch seine langen, ironischen Satzbögen und seinen enormen Umfang fordert.

Worauf du dich einstellen solltest

Frühviktorianisches Britisch. Der Text von 1848 nutzt britisches Literatur-Englisch mit nur leichten Archaismen und wenig Dialekt, setzt aber keinen Vers ein.
Satirischer Schachtelsatz. Lange, kunstvoll gebaute Sätze verbinden die Höflichkeitsfloskeln der Oberschicht mit trockenem Spott über genau diese Kreise.
Eingreifender Erzähler. Eine allwissende Erzählstimme wendet sich regelmäßig direkt an das Publikum und wechselt zwischen gesellschaftlichem Geplauder und klarem moralischem Urteil.

Wie du es liest und nicht aufhörst

  • Vorsicht bei False Friends der Gesellschaftssprache: «sensible» heißt vernünftig und nicht sensibel, «actually» bedeutet tatsächlich (nicht aktuell) und «eventually» heißt schließlich (nicht eventuell).
  • Lass dich von den 23,5 Wörtern pro Satz nicht verwirren: Anders als im Deutschen mit seiner Verb-Zweit-Stellung und dem Verb am Ende von Nebensätzen bleibt das Englische meist bei Subjekt-Verb-Objekt – such im langen Satz zuerst dieses Grundgerüst.
  • Achte auf den Unterschied zwischen Simple Past und Present Perfect: Wenn der Erzähler aus der Handlung heraustritt und direkt zu dir spricht, wechselt er oft ins Present Perfect, wo man im Deutschen einfach das Perfekt oder Präteritum nutzen würde.

Inhalt von „Jahrmarkt der Eitelkeit“ · 68 Kapitel

  1. Before the CurtainSeite 1
  2. I: Chiswick MallSeite 3
  3. II: In Which Miss Sharp and Miss Sedley Prepare to Open the CampaignSeite 13
  4. II: In Which Miss Sharp and Miss Sedley Prepare to Open the Campaign (Fortsetzung)Seite 16
  5. III: Rebecca Is in Presence of the EnemySeite 27
  6. IV: The Green Silk PurseSeite 37
Alle 68 Kapitel
  1. IV: The Green Silk Purse (Fortsetzung)Seite 47
  2. V: Dobbin of OursSeite 56
  3. V: Dobbin of Ours (Fortsetzung)Seite 68
  4. VI: VauxhallSeite 72
  5. VI: Vauxhall (Fortsetzung)Seite 82
  6. VII: Crawley of Queen’s CrawleySeite 91
  7. VIII: Private and ConfidentialSeite 102
  8. VIII: Private and Confidential (Fortsetzung)Seite 114
  9. IX: Family PortraitsSeite 116
  10. X: Miss Sharp Begins to Make FriendsSeite 127
  11. XI: Arcadian SimplicitySeite 136
  12. XI: Arcadian Simplicity · Teil 2Seite 143
  13. XI: Arcadian Simplicity · Teil 3Seite 152
  14. XII: Quite a Sentimental ChapterSeite 158
  15. XII: Quite a Sentimental Chapter (Fortsetzung)Seite 167
  16. XIII: Sentimental and OtherwiseSeite 171
  17. XIII: Sentimental and Otherwise (Fortsetzung)Seite 180
  18. XIV: Miss Crawley at HomeSeite 189
  19. XIV: Miss Crawley at Home · Teil 2Seite 201
  20. XIV: Miss Crawley at Home · Teil 3Seite 212
  21. XV: In Which Rebecca’s Husband Appears for a Short TimeSeite 216
  22. XV: In Which Rebecca’s Husband Appears for a Short Time (Fortsetzung)Seite 223
  23. XVI: The Letter on the PincushionSeite 229
  24. XVI: The Letter on the Pincushion (Fortsetzung)Seite 235
  25. XVII: How Captain Dobbin Bought a PianoSeite 242
  26. XVIII: Who Played on the Piano Captain Dobbin BoughtSeite 254
  27. XVIII: Who Played on the Piano Captain Dobbin Bought (Fortsetzung)Seite 265
  28. XIX: Miss Crawley at NurseSeite 273
  29. XIX: Miss Crawley at Nurse (Fortsetzung)Seite 282
  30. XX: In Which Captain Dobbin Acts as the Messenger of HymenSeite 288
  31. XX: In Which Captain Dobbin Acts as the Messenger of Hymen (Fortsetzung)Seite 299
  32. XXI: A Quarrel About an HeiressSeite 304
  33. XXI: A Quarrel About an Heiress (Fortsetzung)Seite 309
  34. XXII: A Marriage and Part of a HoneymoonSeite 318
  35. XXII: A Marriage and Part of a Honeymoon (Fortsetzung)Seite 324
  36. XXIII: Captain Dobbin Proceeds on His CanvassSeite 331
  37. XXIV: In Which Mr. Osborne Takes Down the Family BibleSeite 340
  38. XXIV: In Which Mr. Osborne Takes Down the Family Bible (Fortsetzung)Seite 351
  39. XXV: In Which All the Principal Personages Think Fit to Leave BrightonSeite 361
  40. XXV: In Which All the Principal Personages Think Fit to Leave Brighton · Teil 2Seite 369
  41. XXV: In Which All the Principal Personages Think Fit to Leave Brighton · Teil 3Seite 376
  42. XXV: In Which All the Principal Personages Think Fit to Leave Brighton · Teil 4Seite 387
  43. XXVI: Between London and ChathamSeite 391
  44. XXVII: In Which Amelia Joins Her RegimentSeite 403
  45. XXVIII: In Which Amelia Invades the Low CountriesSeite 412
  46. XXVIII: In Which Amelia Invades the Low Countries (Fortsetzung)Seite 420
  47. XXIX: BrusselsSeite 426
  48. XXIX: Brussels (Fortsetzung)Seite 438
  49. XXX: “The Girl I Left Behind Me”Seite 447
  50. XXX: “The Girl I Left Behind Me” (Fortsetzung)Seite 456
  51. XXXI: In Which Jos Sedley Takes Care of His SisterSeite 462
  52. XXXI: In Which Jos Sedley Takes Care of His Sister · Teil 2Seite 465
  53. XXXI: In Which Jos Sedley Takes Care of His Sister · Teil 3Seite 476
  54. XXXII: In Which Jos Takes Flight, and the War Is Brought to a CloseSeite 479
  55. XXXII: In Which Jos Takes Flight, and the War Is Brought to a Close · Teil 2Seite 485
  56. XXXII: In Which Jos Takes Flight, and the War Is Brought to a Close · Teil 3Seite 495
  57. XXXIII: In Which Miss Crawley’s Relations Are Very Anxious About HerSeite 504
  58. XXXIII: In Which Miss Crawley’s Relations Are Very Anxious About Her (Fortsetzung)Seite 512
  59. XXXIV: James Crawley’s Pipe Is Put OutSeite 520
  60. XXXIV: James Crawley’s Pipe Is Put Out · Teil 2Seite 526
  61. XXXIV: James Crawley’s Pipe Is Put Out · Teil 3Seite 533
  62. XXXIV: James Crawley’s Pipe Is Put Out · Teil 4Seite 541
  63. XXXV: Widow and MotherSeite 546
  64. XXXV: Widow and Mother (Fortsetzung)Seite 553
  65. XXXVI: How to Live Well on Nothing a YearSeite 563
  66. XXXVI: How to Live Well on Nothing a Year (Fortsetzung)Seite 570
  67. XXXVII: The Subject ContinuedSeite 576
  68. XXXVII: The Subject Continued (Fortsetzung)Seite 588
  69. XXXVIII: A Family in a Very Small WaySeite 599
  70. XXXVIII: A Family in a Very Small Way (Fortsetzung)Seite 611
  71. XXXIX: A Cynical ChapterSeite 622
  72. XXXIX: A Cynical Chapter (Fortsetzung)Seite 632
  73. XL: In Which Becky Is Recognized by the FamilySeite 636
  74. XL: In Which Becky Is Recognized by the Family (Fortsetzung)Seite 645
  75. XLI: In Which Becky Revisits the Halls of Her AncestorsSeite 649
  76. XLI: In Which Becky Revisits the Halls of Her Ancestors (Fortsetzung)Seite 661
  77. XLII: Which Treats of the Osborne FamilySeite 667
  78. XLIII: In Which the Reader Has to Double the CapeSeite 678
  79. XLIII: In Which the Reader Has to Double the Cape (Fortsetzung)Seite 686
  80. XLIV: A Roundabout Chapter Between London and HampshireSeite 693
  81. XLIV: A Roundabout Chapter Between London and Hampshire (Fortsetzung)Seite 704
  82. XLV: Between Hampshire and LondonSeite 709
  83. XLV: Between Hampshire and London (Fortsetzung)Seite 718
  84. XLVI: Struggles and TrialsSeite 723
  85. XLVI: Struggles and Trials (Fortsetzung)Seite 730
  86. XLVII: Gaunt HouseSeite 736
  87. XLVII: Gaunt House (Fortsetzung)Seite 742
  88. XLVIII: In Which the Reader Is Introduced to the Very Best of CompanySeite 749
  89. XLVIII: In Which the Reader Is Introduced to the Very Best of Company (Fortsetzung)Seite 760
  90. XLIX: In Which We Enjoy Three Courses and a DessertSeite 766
  91. L: Contains a Vulgar IncidentSeite 778
  92. L: Contains a Vulgar Incident (Fortsetzung)Seite 785
  93. LI: In Which a Charade Is Acted Which May or May Not Puzzle the ReaderSeite 792
  94. LI: In Which a Charade Is Acted Which May or May Not Puzzle the Reader · Teil 2Seite 803
  95. LI: In Which a Charade Is Acted Which May or May Not Puzzle the Reader · Teil 3Seite 812
  96. LII: In Which Lord Steyne Shows Himself in a Most Amiable LightSeite 820
  97. LII: In Which Lord Steyne Shows Himself in a Most Amiable Light (Fortsetzung)Seite 826
  98. LIII: A Rescue and a CatastropheSeite 835
  99. LIII: A Rescue and a Catastrophe (Fortsetzung)Seite 845
  100. LIV: Sunday After the BattleSeite 849
  101. LIV: Sunday After the Battle (Fortsetzung)Seite 856
  102. LV: In Which the Same Subject Is PursuedSeite 863
  103. LV: In Which the Same Subject Is Pursued · Teil 2Seite 873
  104. LV: In Which the Same Subject Is Pursued · Teil 3Seite 879
  105. LVI: Georgy Is Made a GentlemanSeite 886
  106. LVI: Georgy Is Made a Gentleman (Fortsetzung)Seite 895
  107. LVII: EothenSeite 904
  108. LVII: Eothen (Fortsetzung)Seite 908
  109. LVIII: Our Friend the MajorSeite 917
  110. LVIII: Our Friend the Major (Fortsetzung)Seite 924
  111. LIX: The Old PianoSeite 935
  112. LIX: The Old Piano (Fortsetzung)Seite 944
  113. LX: Returns to the Genteel WorldSeite 952
  114. LXI: In Which Two Lights Are Put OutSeite 961
  115. LXI: In Which Two Lights Are Put Out · Teil 2Seite 968
  116. LXI: In Which Two Lights Are Put Out · Teil 3Seite 979
  117. LXII: Am RheinSeite 983
  118. LXII: Am Rhein (Fortsetzung)Seite 993
  119. LXIII: In Which We Meet an Old AcquaintanceSeite 999
  120. LXIII: In Which We Meet an Old Acquaintance (Fortsetzung)Seite 1009
  121. LXIV: A Vagabond ChapterSeite 1017
  122. LXIV: A Vagabond Chapter · Teil 2Seite 1028
  123. LXIV: A Vagabond Chapter · Teil 3Seite 1035
  124. LXV: Full of Business and PleasureSeite 1042
  125. LXVI: Amantium IraeSeite 1054
  126. LXVI: Amantium Irae · Teil 2Seite 1060
  127. LXVI: Amantium Irae · Teil 3Seite 1067
  128. LXVII: Which Contains Births, Marriages, and DeathsSeite 1077
  129. LXVII: Which Contains Births, Marriages, and Deaths · Teil 2Seite 1088
  130. LXVII: Which Contains Births, Marriages, and Deaths · Teil 3Seite 1097

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Rezensionen zu „Jahrmarkt der Eitelkeit“

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Die Geschichte hinter „Jahrmarkt der Eitelkeit“

  1. Frühe Manuskripte als ‚Pen and Pencil Sketches‘ abgelehnt

    Thackeray begann die ersten Kapitel unter dem Titel ‚Pen and Pencil Sketches of English Society‘ zu schreiben; das Manuskript wurde von Colburns ‚New Monthly Magazine‘ abgelehnt, bevor Bradbury and Evans der Veröffentlichung zustimmten.

    Gordon N. Ray, Thackeray: The Uses of Adversity (1955)

  2. Serienveröffentlichung in gelben Umschlägen

    Ab Januar 1847 erschien der Roman in 19 monatlichen Lieferungen (mit einer Doppelausgabe zum Abschluss im Juli 1848) in charakteristischen gelben Papierumschlägen, illustriert von Thackeray selbst.

    Original Bradbury and Evans serial parts

  3. Charlotte Brontës berühmte Widmung

    Beeindruckt von der laufenden Fortsetzungsreihe widmete Charlotte Brontë die zweite Auflage von ‚Jane Eyre‘ Thackeray und pries ihn als den ersten sozialen Erneuerer seiner Zeit – ohne zu ahnen, dass seine eigene Ehefrau, genau wie Rochesters Frau in ihrem Roman, an einer psychischen Krankheit litt.

    Preface to the second edition of Jane Eyre (1847)

  4. Einbändige Ausgabe als ‚Ein Roman ohne Held‘

    Im Juli 1848 erschien das Gesamtwerk in Buchform mit dem neuen Untertitel ‚Ein Roman ohne Held‘ (‚A Novel without a Hero‘) sowie einem Rahmenvorwort, das den Erzähler als ‚Leiter der Aufführung‘ eines Puppenspiels inszeniert.

    First single-volume edition (Bradbury and Evans, 1848)

  5. Überarbeitete Ausgabe verzichtet auf Originalillustrationen

    Für eine günstigere ‚Library Edition‘ überarbeitete Thackeray den Text und ließ seine eigenen Holzschnitte und Stahlstiche weg, was die Art und Weise veränderte, wie Leser mehrdeutige Szenen wie den Tod von Jos Sedley interpretierten.

    Peter L. Shillingsburg, Pegasus in Harness: Victorian Publishing and W. M. Thackeray


In der Kultur „Jahrmarkt der Eitelkeit“

10 Adaptionen und Erwähnungen, 1848–2004

  1. In der Sprache ‚Ein Roman ohne Held‘

    Thackerays Untertitel wurde in der Literaturkritik zum geflügelten Wort für Werke, die idealisierte Protagonisten zugunsten fehlerhafter, eigennütziger Charaktere ablehnen.

    Title page of the 1848 book edition

  2. In der Sprache ‚Becky Sharp‘ als Archetyp der sozialen Aufsteigerin

    Der Name der skrupellosen, geistreichen Protagonistin des Romans wurde im Englischen zum bleibenden Inbegriff einer berechnenden, charmanten Frau, die sich die gesellschaftliche Leiter hinaufkämpft.

    Oxford English Dictionary / Brewers Dictionary of Phrase and Fable

  3. Kunst Thackerays ‚Clytemnestra‘-Radierung

    Thackerays eigene Radierung, die Becky mit einem blitzenden Gegenstand hinter einem Vorhang lauernd zeigt, während Jos Sedley um sein Leben fleht, wurde zu einem Paradebeispiel viktorianischer Bildmehrdeutigkeit und deutet einen Mord an, den der Text nie ausdrücklich bestätigt.

    First edition steel engraving, Chapter 67

  4. Bühne ‚Becky Sharp‘ am Broadway

    Langdon Mitchells Bühnenadaption in vier Akten mit Minnie Maddern Fiske in der Hauptrolle wurde zu einem Meilenstein des amerikanischen Theaters und brach das Monopol des Theatrical Syndicate.

    Internet Broadway Database

  5. In der Sprache Condé Nasts Magazin ‚Vanity Fair‘

    Nach mehreren Zeitschriften des 19. Jahrhunderts, die den Titel von Thackeray und John Bunyan entlehnten, gründete Condé Nast das maßgebliche amerikanische Gesellschafts- und Kulturmagazin, benannt nach der satirischen Welt des Romans.

    Condé Nast archives

  6. Film Rouben Mamoulians ‚Jahrmarkt der Eitelkeiten‘ (‚Becky Sharp‘)

    Mit Miriam Hopkins in der Hauptrolle schrieb diese Verfilmung Kinogeschichte als erster abendfüllender Spielfilm, der vollständig im neuen Dreifarben-Technicolor-Verfahren gedreht wurde.

    AFI Catalog of Feature Films

  7. Serie Erstes Farbdrama auf BBC2

    So wie der Film von 1935 Pionierarbeit für das Farbkino leistete, wurde die BBC-Adaption von 1967 mit Susan Hampshire als Vorzeigedrama ausgewählt, um das Farbfernsehen in Großbritannien einzuführen.

    BBC Genome Project

  8. Musik Slades ‚Nobody’s Fool‘

    Die britische Rockband Slade veröffentlichte die Single ‚Nobody’s Fool‘ mit einem Musikvideo und einem Cover-Design, die explizit an die Regency-Welt von Becky Sharp angelehnt waren.

  9. Serie Andrew Davies’ BBC-Miniserie

    Natasha Little spielte die Hauptrolle in einer weithin gefeierten sechsteiligen Fernsehadaption von Andrew Davies, die den scharfen satirischen Biss und das energiegeladene Tempo des Romans stark betonte.

    BFI Screenonline

  10. Film Mira Nairs ‚Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeit‘

    Regisseurin Mira Nair besetzte Reese Witherspoon in einer opulenten Kinoversion, die die kolonialen Verbindungen des Britischen Weltreichs nach Indien in den Vordergrund rückte, welche in Thackerays Text im Hintergrund schwebten.


Fragen und Antworten zu „Jahrmarkt der Eitelkeit“ auf Englisch

warum heißt vanity fair roman ohne helden

Thackeray gab dem Buch den Untertitel «A Novel without a Hero», weil keine der Figuren als moralisches Vorbild taugt. Wer klug und tatkräftig ist wie Becky Sharp, handelt eigennützig, und wer gutmütig ist wie Amelia Sedley, erweist sich oft als blind und passiv. Der Roman zeigt eine Gesellschaft, in der alle ihren eigenen Eitelkeiten nachjagen.

hat becky sharp jos sedley umgebracht

Im Text bleibt die Frage bewusst offen, auch wenn ein schwerer Verdacht auf Becky fällt. Thackeray liefert zwar klare Hinweise auf eine Lebensversicherung und Jos Sedleys Angst vor ihr, spricht den Mord aber nie direkt aus. Als er später danach gefragt wurde, soll er selbst gesagt haben, er wisse es nicht genau.

ist vanity fair schwer auf englisch zu lesen

Ja, im Original ist das Buch durch das C2-Niveau und die durchschnittlich 23,5 Wörter langen Sätze recht anspruchsvoll. Die Schwierigkeit liegt nicht in veraltetem Vokabular oder starkem Dialekt, sondern in der ständigen Ironie: Man muss genau lesen, weil der Erzähler oft das Gegenteil von dem meint, was er vordergründig lobt. Wer lange viktorianische Sätze noch nicht gewohnt ist, braucht am Anfang Zeit für den Rhythmus.

welche verfilmung von vanity fair ist am besten

Die siebenteilige Miniserie von 2018 mit Olivia Cooke kommt dem Ton und dem Umfang des Buches deutlich näher als der Kinofilm von 2004 mit Reese Witherspoon. Der Film von 2004 kürzt die Handlung stark zusammen und macht Becky weicher und sympathischer, als sie im Buch angelegt ist. Da der Roman über Jahrzehnte läuft, haben Serienversionen wie die der BBC von 1998 oder die Fassung von 2018 genug Platz für die Nebenfiguren.

spielt vanity fair im krieg

Nur ein bekannter Teil in der ersten Hälfte spielt direkt im Umfeld der Schlacht bei Waterloo 1815, der Rest ist ein Gesellschaftsroman. Selbst bei Waterloo zeigt Thackeray keine Kampfszenen auf dem Schlachtfeld, sondern bleibt bei den Angehörigen und Zivilisten im nahen Brüssel, die auf Nachrichten warten. Die Folgen der Schlacht verändern allerdings das Leben aller Hauptfiguren für den Rest des Buches.

warum mögen viele amelia sedley nicht

Viele empfinden Amelia als frustrierend passiv, weil sie jahrelang an einer idealisierten Liebe festhält und dabei die Menschen übersieht, die ihr wirklich helfen. Thackeray hat sie absichtlich als Gegenbild zur tatkräftigen Becky entworfen, um die damalige Vorstellung der braven, aufopferungsvollen Frau auf die Probe zu stellen. Neben Beckys Scharfsinn wirkt Amelias ständiges Leiden beim Lesen schnell eintönig.

beruht vanity fair auf einer wahren geschichte

Nein, die Handlung um Becky und Amelia ist erfunden, stützt sich aber auf historische Ereignisse wie die Schlacht bei Waterloo und reale Schauplätze. Für einzelne Figuren wie den mächtigen Lord Steyne nutzte Thackeray bekannte Adlige seiner Zeit als Vorbild, was das zeitgenössische Publikum auch sofort erkannte. Auch eigene Erlebnisse, wie seine Reisen nach Deutschland und finanzielle Verluste in der Familie, flossen in die Schauplätze ein.

ab wann wird vanity fair spannend

Die Geschichte nimmt spürbar Fahrt auf, sobald Becky auf dem Landsitz Queen's Crawley ankommt und kurz darauf die Ereignisse rund um den Feldzug in Belgien beginnen. Die ersten Kapitel auf dem Internat und im Haus der Familie Sedley lassen sich viel Zeit, um die Figuren und den plaudernden Erzählstil einzuführen. Spätestens nach dem ersten Viertel greifen die Intrigen und finanziellen Abstürze dann direkt ineinander.

was ist der unterschied zwischen jane austen und vanity fair

Während Jane Austen meist auf wenigen Landsitzen bleibt und auf eine glückliche Heirat zusteuert, begleitet Thackeray seine Figuren noch Jahrzehnte nach der Hochzeit durch ganz Europa. Zudem ist der Blick in Vanity Fair deutlich zynischer: Es geht offen um Schulden, Ehebruch, gesellschaftlichen Abstieg und Kriegsfolgen. Wer Austens Gesellschaftsbeobachtung mag, findet hier eine breitere, aber auch deutlich ungemütlichere Welt.


Steckbrief zu „Jahrmarkt der Eitelkeit“

15 Angaben zu Ausgabedaten und gemessenen Textmerkmalen. Alles nachprüfbar.

Originaltitel
Vanity Fair · „Jahrmarkt der Eitelkeit“
Autor
William Makepeace Thackeray · 1811–1863
Ersterscheinung
1848
Originalsprache
Englisch
Genre
Klassiker · Abenteuer
Stimmung
Witzig
Themen
Gesellschaft · Ehrgeiz · Schichten · Gier
Schauplatz
London, die englische Provinz, Brüssel und das europäische Festland · Während und nach den Napoleonischen Kriegen, 1810er bis 1830er Jahre
Verschiedene Wörter
14.937
Wörter pro Satz
24 Wörter
Niveau des Originals
C2
Versionen
C2
Umfang des Originals
136 Kap. · 303.431 Wörter
Lesezeit
~28 Std. 10 Min.
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Über den Autor William Makepeace Thackeray, „Jahrmarkt der Eitelkeit“

William Makepeace Thackeray

1811–18631 Buch hier

Lebensdaten
1811–1863
Geburtsort
Calcutta, India
Wohnorte
London, England
Sterbeort
London, England
Weitere Berufe
journalist, illustrator
Sprache der Werke
English
Bücher im Katalog
1 Buch hier

Victorian novelist and satirist, best known for Vanity Fair, who also worked as a journalist and illustrator.

Born in Calcutta, India, to British parents, Thackeray was sent to England for schooling. He attended Charterhouse and Trinity College, Cambridge, but left without a degree, and later studied law at the Middle Temple without practicing.

After losing his inheritance through gambling and failed investments, he turned to writing and illustration for a living, contributing to Fraser's Magazine and Punch under pseudonyms such as Michael Angelo Titmarsh.

His serial novel Vanity Fair (1847–48) brought him fame, followed by Pendennis, Henry Esmond, and The Newcomes. He also gave lecture tours in Britain and the United States.

In 1860 he became the first editor of the Cornhill Magazine, a post he held until his death in London in 1863.


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C2Original1103 Seiten